Die vorliegende Expertise untersucht, wie sich die wachstumspolitische Bedeutung des Bildungssystems mit dem ebenfalls wachstumsrelevanten Ziel der Haushaltskonsolidierung tarieren lässt, das angesichts der grundgesetzlich verankerten Schuldenbremse deutlich an Bedeutung gewonnen hat. Richtschnur für die Untersuchung ist dabei, dass nicht die in der politischen Diskussion meist verwendete Kenngröße der Bildungsausgaben gemessen am Bruttoinlandsprodukt Zielgröße der Politik sein sollte, sondern vielmehr die Bildungsausgaben pro Kopf, die letztlich beim Schüler im Unterricht ankommen.

Die Erfassung der Bildungsausgaben stößt allerdings auf zahlreiche statistische Hindernisse. Dies erschwert es nicht nur, Aussagen über die Wirtschaftlichkeit bestimmter Ausgaben zu treffen, sondern auch, wie vorhandene Ressourcen künftig effi zienter genutzt werden können. Deshalb geht die Expertise vier Fragen nach: Wie lassen sich die tatsächlichen Bildungsausgaben realistischer abbilden (Richtig rechnen)? Welche Auswirkungen haben rückläufi ge Schülerzahlen auf die eff ektiven Bildungsausgaben (Demografi sche Rendite reinvestieren)? Wie können bei gegebenen Mitteln Effizienzpotenziale beim Mitteleinsatz realisiert werden (Effizienzpotenziale nutzen)? Wie muss bildungsökonomisch gesehen auf der bildungsbiographischen Zeitachse richtig investiert werden (Richtig investieren)?

Expertise

Bildung in Zeiten knapper Kassen – Pro-Kopf-Finanzierung statt Institutionenförderung!
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21. September 2017

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IW-Kurzbericht, 23. August 2017

Christiane Konegen-Grenier / Mathias Winde Globale Unternehmen bevorzugen regionale BildungsinvestitionenArrow

Global agierende Unternehmen fördern in erster Linie Studierende und Hochschulen in ihrer Region. Weiter entfernte oder ausländische Hochschulen werden bei den Investitionen seltener berücksichtigt. Denn auch im digitalisierten Zeitalter ist der persönliche Kontakt für Unternehmen ein entscheidender Faktor für eine erfolgreiche Kooperation mit der Wissenschaft. mehr

Privathochschulen
Pressemitteilung, 6. Juli 2016

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Die Zahl der Studenten an privaten Hochschulen steigt in Deutschland seit Jahren. Doch bei der finanziellen Unterstützung halten sich Bund und Länder zu stark zurück, zeigt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer Studie. Den Privathochschulen gingen deshalb allein 2013 rund 197 Millionen Euro verloren. mehr