Die Forderung nach einer Regulierung von Befristungsmöglichkeiten ist ökonomisch schlecht begründet. Weder kann ein durchgehender Trend einer steigenden Bedeutung befristeter Beschäftigung festgestellt werden, noch gelingt der Nachweis, dass befristet Beschäftigte zu den besonders benachteiligten Arbeitnehmern gehören und aus diesem Grunde besonders schützenswert seien. Zwar sind befristet Beschäftigte sozial schlechter gestellt als unbefristet Beschäftigte, doch schneiden sie weit besser ab als Arbeitslose. Der Schritt aus Arbeitslosigkeit in befristete Beschäftigung ist mithin in den meisten Fällen mit einem sozialen Aufstieg verbunden. Trotz anders lautender Behauptungen gibt es keine eindeutigen Befunde hinsichtlich der Wirkung von Regulierungs- oder Deregulierungsschritten befristeter Beschäftigung in der Vergangenheit. Die These, dass Deregulierungen keine positiven Effekte erbracht hätten, ist somit nicht zu halten und taugt nicht als Begründung einer Re-Regulierung. Letztlich erscheint ohnehin fraglich, ob sich ein Verlangen nach Regulierung lediglich auf die vermeintlich fehlenden positiven Effekte eine Deregulierung stützen kann. Vielmehr tragen diejenigen, die einer Regulierung das Wort reden, die Beweislast für die positiven Effekte der vorgeschlagenen Maßnahmen.

Stellungnahme im Bundestag

Befristete Beschäftigung
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Betriebszugehörigkeit – Arbeitsverhältnisse unverändert stabil
IW-Nachricht, 28. April 2017

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Entgegen der allgemeinen Wahrnehmung nimmt die Dauer von Beschäftigungsverhältnissen nicht ab. Der Anteil der Beschäftigten, die schon zehn Jahre oder länger im gleichen Unternehmen arbeiten, hat sich seit dem Jahr 2000 kaum verändert. mehr

Teilzeitarbeit
IW-Nachricht, 29. März 2017

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Die Bundesregierung möchte Teilzeitbeschäftigten ein Recht auf eine Rückkehr in Vollzeit einräumen – darüber berät heute erneut der Koalitionsausschuss. Dabei wird übersehen: Unfreiwillige Teilzeit aus betrieblichen Gründen ist eher die Ausnahme. mehr

Ruf nach Regulierung
IW-Gewerkschaftsspiegel, 30. November 2016

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Im Rahmen des vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales initiierten Dialogs „Arbeit 4.0“ werden gegen Ende dieses Jahres Vorschläge präsentiert, wie die sozialen Bedingungen und Spielregeln der zukünftigen Arbeitsgesellschaft gestaltet werden sollen. Dabei wird auch über eine Regulierung des Crowdworkings diskutiert. mehr