Der Beitrag gesellschaftswissenschaftlicher Schulbücher zur ökonomischen Bildung

Ein funktionierendes freiheitlich-demokratisches Gesellschaftssystem setzt voraus, dass seine Mitglieder die Handlungsfähigkeit zur gesellschaftlichen Teilhabe besitzen.

Im staatlichen Interesse liegt, dass die Individuen Souveränität als Bürger wie auch als Konsumenten erlangen, um an den Gütermärkten partizipieren zu können. Die Anforderungen an diesen Prozess sind höchst komplex. Schule hat die zentrale Aufgabe, jungen Menschen allgemeingültige Erziehungs- und Bildungsziele anzubieten. Dies setzt voraus, dass unser Schulwesen unter staatlicher Aufsicht steht (Art. 7 Abs. 1 GG).

Der explizite staatliche Erziehungsauftrag ist – so das Bundesverfassungsgericht – dem elterlichen Erziehungsrecht gleichgestellt. Er umfasst nicht nur das Weitergeben von Wissen, sondern auch das Heranbilden zu einem selbstverantwortlichen Mitglied der Gesellschaft.

Im Rahmen dieser Aufgabe obliegt es dem öffentlichen Schulsystem jungen Menschen grundlegende Kenntnisse über die Struktur und den Wandel der Berufs- und Arbeitswelt zu vermitteln. Somit werden sie befähigt, am sozialen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, beruflichen, kulturellen und politischen Leben teilzunehmen und ihr Leben eigenständig zu gestalten. Fakten und Begriffe können dabei nur am Anfang stehen. Damit ebendiese etwas Sinnvolles aussagen, sind sie in einen theoretischen und begrifflichen Kontext zu fassen.

Gutachten

Helmut E. Klein unter Mitarbeit von Teresa Schare: Unternehmer und soziale Marktwirtschaft in Lehrplan und Schulbuch. Der Beitrag gesellschaftswissenschaftlicher Schulbücher zur ökonomischen Bildung

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Anhang: Präsenz von Schlüsselbegriffen in Schulbüchern nach Fächern; Literatur: Lehrpläne, Rahmenvorgaben, Richtlinien; Verzeichnis der begutachteten Bücher

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Themen

IW-Trends, 26. Oktober 2017

Regina Flake / Lydia Malin / Paula Risius Bildungsentscheidung von Abiturienten für Ausbildung oder StudiumArrow

Der Anteil der Abiturienten unter den Schulabgängern steigt seit vielen Jahren an. Inzwischen erwirbt mehr als die Hälfte eines Jahrgangs die Hochschulzugangsberechtigung und die Anzahl der Studienanfänger hat sich in den letzten 15 Jahren verdoppelt. Gleichzeitig brechen 29 Prozent ihr Studium vorzeitig ab. Das zeigt, dass die Entscheidung für ein Studium nicht für alle Studienanfänger optimal ist. mehr

IW-Kurzbericht, 29. September 2017

Hans-Peter Klös Entwicklung der Bildungsausgaben seit 1995Arrow

Die Bildungsausgaben in Deutschland sind seit 1995 von allen öffentlichen Ausgaben am stärks­ten gewachsen. Sie sind pro Kopf um ein Drittel gestiegen, der Anteil an den öffentlichen Ausgaben der Länder liegt inzwischen bei über 20 Prozent. mehr