Die Befürworter des Betreuungsgeldes argumentieren, die Wahl der Eltern, ihre Kinder zu Hause zu erziehen, müsse vom Staat in gleicher Weise unterstützt werden wie die Entscheidung, sie in öffentlichen Einrichtungen betreuen zu lassen. Die These einer Förderunwucht zugunsten der Familienmodelle mit doppelter Erwerbstätigkeit und Nutzung von Betreuungseinrichtungen kannjedochnicht bestätigt werden. Der Staat fördert das Alleinverdienermodell unter anderem, in dem der nicht erwerbstätige Teil der Familie kostenlos in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung mit versichert wird. Insgesamtbietet der Staat mehr Leistungen zur Verminderung von bereits durch den Erwerbsverzicht entstandenen Opportunitätskosten an, als Leistungen zur Vermeidung der Entstehung dieser Kosten.

Die Einführung eines Betreuungsgelds in Höhe von150 Euro verursachtbei bestehender Anzahl an Kindern und aktuellem Erwerbsverhalten der Eltern Kosten von 2,2 Mrd. Euro jährlich. Bezieht man mögliche Verhaltensveränderungen mit ein, so fallen die Kosten etwas geringer aus.

Stellungnahme zur Bundestagsanhörung

Axel Plünnecke: Das Betreuungsgeld aus ökonomischer Sicht
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