Bildungsinvestitionen der Wirtschaft 2015 Image

Mit dieser Publikation legen das Institut der deutschen Wirtschaft Köln und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft zum dritten Mal ihre Erhebung der Investitionen von Unternehmen in akademische Bildung vor. Die Ergebnisse zeigen deutlich: Für ein nachlassendes Interesse an Hochschulabsolventen gibt es kein Signal aus der Wirtschaft. Vielmehr haben die Unternehmen ihre Ausgaben für die akademische Bildung noch stärker gesteigert als ihre Aufwendungen für Forschung und Entwicklung. Dabei geht es ihnen um den Transfer neuer Ideen und Inhalte sowohl durch die Rekrutierung besonders guter Studierender als auch durch die akademische Weiterbildung der Mitarbeiter. Dieses Engagement geht keineswegs auf Kosten der beruflichen Bildung. So wollen die Unternehmen in den kommenden Jahren ihre Investitionen in beiden Bereichen stabil halten oder noch steigern.

Die diesjährige Erhebung bestätigt die Kernbotschaft der vorangegangenen Befragung: Die Verzahnung von beruflicher Praxis und akademischer Bildung ist ein Hauptanliegen der Unternehmen. Das zeigt sich an den deutlich gestiegenen Investitionen in duale Studiengänge und Praktika ebenso wie an den Erwartungen an ein Hochschulstudium. Akademisches Fach- und Methodenwissen soll aus der Sicht der Unternehmen in einer Weise vermittelt werden, die sowohl die berufliche Einsetzbarkeit als auch die Entwicklung der Persönlichkeit fördert.

Die diesjährige Erhebung verdeutlicht außerdem den erheblichen Stellenwert regionaler Netzwerke. Unternehmen wenden sich mit ihrem Engagement in erster Linie an Hochschulen in ihrer Nähe. Auch im digitalen Zeitalter ist die persönliche Kommunikation aus Sicht der Unternehmen entscheidend für das Gelingen einer Kooperation. Hochschulen sollten bei der Entwicklung ihrer fachlichen Profile daher auch den Austausch mit der regionalen Wirtschaft suchen.

IW-Gutachten

Christiane Konegen-Grenier / Mathias Winde: Bildungsinvestitionen der Wirtschaft 2015

IconDownload | PDF

Ansprechpartner

Themen

21. September 2017

Christiane Konegen-Grenier Neun Wege zur Hochschule der ZukunftArrow

Die deutschen Universitäten und Fachhochschulen hinken in puncto Digitalisierung und Internationalisierung hinterher. Und auch die Lehre lässt vielerorts zu wünschen übrig, wie die teils hohen Abbrecherzahlen zeigen. Die Hochschulpolitik und -finanzierung braucht deshalb neue Konzepte, die auch den Bund einbinden. mehr auf iwd.de

Hochschulen
Pressemitteilung, 21. September 2017

Christiane Konegen-Grenier Hochschulen: In der Lehre nur befriedigendArrow

Deutsche Hochschulen forschen auf Weltniveau und sind international stark vernetzt – doch in der Lehre hinken sie hinterher. Das zeigt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer neuen Studie. Bund und Länder müssen sich stärker vernetzen, um die Digitalisierung nicht zu verpassen. mehr

IW-Report
IW-Report, 14. September 2017

Christiane Konegen-Grenier Handlungsempfehlungen für die Hochschule der Zukunft Arrow

Vernetzt mit Wirtschaft und Gesellschaft, eingebettet in einen internationalen Austausch und flexibel auf die unterschiedlichen Interessen von Studierenden mit und ohne Berufserfahrung reagierend – so sollten die Hochschulen aufgestellt sein, um den Megatrends Digitalisierung, Internationalisierung und demographischer Wandel produktiv begegnen zu können. mehr