Dieser Herausforderung entspricht man am besten, wenn man sich jenseits der Theorie auf breite empirische Befunde berufen kann. Die Kampagne »Deutschland – Land der Ideen«, die im Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 gestartet wurde, um aus der Tiefe und Breite unseres gesellschaftlichen Lebens neue Ideen – und damit nutzbare, wertschaffende Innovationen – zu motivieren und in Wettbewerben auszuzeichnen, bietet dafür einen unerschöpflichen Fundus.

Einige grundsätzliche Anmerkungen sind mit Blick auf die Vielzahl und Vielfalt der gewonnenen Ideen an den Beginn zu stellen. So absurd es klingen mag, doch immer wieder zeigte sich auch in den Wettbewerben, dass der Rückgriff auf Bekanntes, durchaus Altbewährtes auch ein Weg zur Neuerung sein kann. Geschichte und Innovation eint ein konstitutives Charakteristikum: Beide sind Provokationen des Zeitgeistes, des hier und jetzt Anerkannten. Der Griff in das Archiv führt über eine neue Perspektive zu einer anderen Bewertung bestehender Lösungen, die Innovation generiert neue Lösungen und Möglichkeiten. Jeweils beginnen Prozesse, die zur Realisierung bislang unbekannter Ziele, zu neuen Möglichkeiten oder zu einer höheren Effizienz führen. Es geht um technische, soziale, kulturelle oder wirtschaftliche Neuerungen, es handelt sich dabei ebenso um radikale wie schrittweise erfolgende Innovationen. Innovationen aus Geschichte und Geschichten reflektieren in besonderer Weise reale Bezugspunkte.

IW-Direktor Michael Hüther ist Mitherausgeber des Buches und hat selbst einen Beitrag mit dem Titel „Innovation in Gesellschaft und Standort: Wege zu Neuem im Land der Ideen“ verfasst.