Während auf der einen Seite die Bedeutsamkeit für die Beschäftigung und die Angleichung der Einkommen betont wird, bewerten andere Studien die Effekte deutlich kritischer. Die Analyse des Konvergenzprozesses vor und nach der Krise 2008/09 offenbart die Betroffenheit einzelner regionaler Einheiten und rückt die Einflüsse soziostruktureller sowie kultureller Gegebenheiten ebenso wie politischer und institutioneller Rahmenbedingungen in den Mittelpunkt. Die Differenzierung der Regionen zeigt außerdem die auftretenden Entwicklungsunterschiede zwischen Ost- und West sowie Nord- und Südeuropa im Zeitverlauf der europäischen Integration auf und illustriert das Gewicht der Mobilität der Arbeitskräfte im US-EU Vergleich, die Relevanz der Integration in die europäischen Wertschöpfungsketten sowie den Stellenwert industrieller Cluster auf die Entwicklung von regionalen Ungleichgewichten und den Konvergenzprozess und zieht daraus ihren kohäsionspolitischen Handlungsbedarf.