Die Europäische Union unternimmt erhebliche Anstrengungen, um bei der nachhaltigen Finanzierung führend zu sein. Unserer Meinung nach ist das Rahmenwerk hierfür unausgewogen; dieses betont zu stark die Sicht der Investoren und weniger die der Emittenten. Das Rahmenwerk berücksichtigt weder angemessen den Beitrag der Vorleistungsgüterproduzenten zu grünen Endprodukten noch den Beitrag von Investitionen zur CO2-Reduktion. Dies hat zur Folge, dass die Finanzierungskosten dieser Unternehmen steigen könnten. Unsere erste Empfehlung ist, den Fokus weg von einzelnen grünen Produkten hin zu grünen Wertschöpfungsketten zu verlagern. Dieser Ansatz würde es Vorleistungsgüterproduzenten ermöglichen, grüne Anleihen auszugeben, wenn sie zu grünen Endprodukten beitragen. Unsere zweite Empfehlung ist, dass Unternehmen zumindest teilweise grüne Anleihen ausgeben dürfen, wenn sie in Technologien investieren, die ihre CO2-Emissionen deutlich reduzieren.