Zwar ist China im Warenhandel wichtigster deutscher Handelspartner. Hier und auch bei den Wertschöpfungsexporten von Waren und Dienstleistungen nach China ist Deutschlands Exponiertheit vor allem im europäischen und teils auch im Vergleich zu den USA hoch. Da die deutsche Wirtschaft viele wichtige Exportpartner hat, bleibt die exportseitige Abhängigkeit aber weiterhin begrenzt. Mehr als 97% der nominalen Bruttowertschöpfung am deutschen Produktionsstandort hängt nicht von den deutschen Wertschöpfungsexporten nach China ab.

Die Debatte über den Umgang mit der Volksrepublik China wird zunehmend kritischer (vgl. Hüther 2019), nicht nur bezüglich der Einhaltung der Menschenrechte in Xinjiang und Hongkong. Auch wirtschafts- und handelspolitisch nimmt die Skepsis zu, sei es mit Blick auf wettbewerbsverzerrende Subventionen in China, nicht nach Marktprinzipien agierende Staatsunternehmen, forcierten Technologietransfer oder die Frage, ob chinesische Ausrüster vertrauenswürdig genug sind, um beim Aufbau des 5G-Netzes in Deutschland beteiligt zu werden.