Die vorliegende Studie untersucht, inwieweit die Altersheterogenität die Wahrscheinlichkeit eines Betriebs beeinflusst, Produkt- oder Verfahrensinnovationen hervorzubringen. Auf Basis von Linked Employer-Employee-Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Jahre 2009 bis 2013 werden verschiedene Indikatoren zur Messung der Altersheterogenität in der Belegschaft verwendet (Varietät, Separation, Disparität). Im Ergebnis findet sich ein negativer Effekt des Durchschnittsalters auf die Innovationsfähigkeit, allerdings erhöhen die Standardabweichung des Alters und die durchschnittliche Alterslücke die Wahrscheinlichkeit eines Betriebs, Innovationen hervorzubringen. Eine Gleichverteilung der Altersstruktur zeigt hingegen keinen Zusammenhang zur betrieblichen Innovationsfähigkeit. Die unterschiedlichen Ergebnisse zur Heterogenität des Alters und der Betriebszugehörigkeitsdauer weisen zudem auf eine höhere Bedeutung des allgemeinen Humankapitals für kreative Prozesse hin – im Vergleich zum Humankapital, welches betriebsspezifisch erworben wird.

Zur externen Publikation beim Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung