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Mitgliederstruktur Gewerkschaftsspiegel Nr. 2 29. Mai 2013 Die Jüngeren holen auf

Der gewerkschaftliche Netto-Organisationsgrad lag in Deutschland im Jahr 2012 bei gut 19 Prozent. Dies ergibt sich aus der Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS).

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Der gewerkschaftliche Netto-Organisationsgrad lag in Deutschland im Jahr 2012 bei gut 19 Prozent. Dies ergibt sich aus der Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS).

Eine Differenzierung nach verschiedenen sozio-demografischen Merkmalen zeigt Unterschiede zwischen West und Ost, zwischen den Altersstufen sowie zwischen Voll- und Teilzeitbeschäftigten. Den größten Rückhalt genießen die Gewerkschaften unter den Beamten, den geringsten bei den jüngeren Arbeitnehmern. Obwohl einige Gewerkschaften zuletzt über einen Zulauf an jungen Mitgliedern berichteten, besteht dort nach wie vor eine schwache Verankerung: Jüngere Arbeitnehmer sind mit 12,6 Prozent nur halb so stark organisiert wie Kollegen, die 50 Jahre und älter sind. Gegenüber der Befragung von 2010 gibt es allerdings ein leichtes Plus: Damals waren nur 10 Prozent der unter 30-jährigen Arbeitnehmer Gewerkschaftsmitglieder.

Insgesamt sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Arbeitnehmergruppen im Vergleich zu 2010 etwas gesunken. Zwar sind Männer im Westen nach wie vor stärker organisiert als Frauen, Vollzeitbeschäftigte stärker als Teilzeitkräfte und Beamte stärker als Arbeiter und diese stärker als Angestellte. Gerade in den traditionell von den Gewerkschaften schlecht zu erreichenden Gruppen gab es aber Zugewinne.

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