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IW-Ökonomin Judith Niehues Quelle: IW Köln

Seit Jahren zählt ungefähr die Hälfte der Deutschen zur Mittelschicht – und daran hat sich auch im vergangenen Jahrzehnt wenig verändert. Weder die positive Konjunkturentwicklung 2006 und 2007 noch die schwere Krise 2008 und 2009 haben in nennenswertem Umfang an der Mitte der Gesellschaft gerüttelt, wie Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln zeigen.

Von einer schrumpfenden Mittelschicht kann also keine Rede sein. Ein ständiges Aufreger-Thema ist die Angst vor einem sozialen Abstieg – begründet ist diese jedoch nicht: Lediglich rund 2 Prozent der Mitte, also rund 400.000 der etwa 20 Millionen Haushalte, steigen innerhalb eines Jahres in die relative Einkommensarmut ab. Diese Zahl hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten tendenziell nicht erhöht. Die Mehrheit der abgestiegenen Haushalte verbleibt zudem lediglich für ein Jahr in der untersten Einkommensgruppe – über die Hälfte der Absteiger schafft es, der Einkommensarmut innerhalb eines Jahres zu entkommen.

Fotos von der Veranstaltung auf Flickr

Pressemitteilung

Gesellschaft: Stabile Mitte
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Statement

Michael Hüther: Wer ist die gesellschaftliche Mitte? Mythen und Fakten
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Tabellen

Wer ist die gesellschaftliche Mitte? Mythen und Fakten
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Audio

Professor Dr. Michael Hüther:

Wie viele Menschen zur Mitte gehören
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Wozu Familien mit Kindern gehören
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Wie sich die Mitte entwickelt
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Wie viele absteigen
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Mittelschicht nicht unbedingt Melkkuh des Staates
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Ansprechpartner

16. Mai 2017

Martin Beznoska / Tobias Hentze Die sechs wichtigsten Fragen zur Steuerlast der BundesbürgerArrow

Eine gute Nachricht: Die Grundidee des deutschen Steuersystems funktioniert – wer viel verdient, zahlt auch entsprechend mehr Steuern. Eine schlechte Nachricht: Den sogenannten Spitzensteuersatz zahlen auch Menschen, die zwar gut verdienen, aber alles andere als Spitzenverdiener sind. Ein kinderloser Single zum Beispiel muss bereits ab einem Jahresbruttoeinkommen von etwa 65.000 Euro den Einkommenssteuerhöchstsatz von 42 Prozent berappen. mehr auf iwd.de

Gastbeitrag, 11. Mai 2017

Susanna Kochskämper auf n.tv.de Der falsche Fokus bei der AltersarmutArrow

Wenn von Armut in Deutschland die Rede ist, geht es oft um Rentner. Dabei hat sich deren Lage in den vergangenen Jahrzehnten verbessert. Die wirklichen Problemgruppen sind ganz andere. Ein Gastbeitrag von Susanna Kochskämper, Wissenschaftlerin im Kompetenzfeld Soziale Sicherungssysteme des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. mehr