Die Analyseergebnisse sprechen eindeutig dagegen, dass die Einkommensungleichheit in Deutschland ein negativer Wachstumstreiber war. Für einen ausgereiften Wohlfahrtsstaat wie unseren mit einem unterdurchschnittlichen Ungleichheitsniveau ist – wenn überhaupt – von einem positiven Effekt der Einkommensungleichheit auf das Wachstum auszugehen.

Eine Dramatisierung der Verteilungssituation in Deutschland ist zudem wenig zielführend. Denn eine Überspitzung anfechtbarer Befunde verführt Politiker zu vorschnellen Maßnahmen, denen es oft an Zielgenauigkeit mangelt: Betreuungsgeld, Mütterrente und auch der Mindestlohn setzen nicht am Bedürftigkeitsprinzip an.

Unbestritten sinnvoll sind dagegen Maßnahmen, die Bürger dazu befähigen, aus eigener Kraft ein auskömmliches Einkommen zu erzielen. Nicht zuletzt sollte die Skandalisierung vermeintlicher Missstände – insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingsdiskussion – unterbleiben. Denn wenn wir uns bewusst werden, dass die Verteilungssituation weit weniger dramatisch ist, als gemeinhin empfunden, dann könnte das zu weniger Unruhe und Sorgen mit Blick auf die Flüchtlingsintegration führen.

Pressemitteilung

Ungleichheit und Wachstum – Zu komplex für einfache Wahrheiten

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IW-Report

Galina Kolev / Judith Niehues: The Inequality-Growth Relationship – An Empirical Reassessment

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Statement

Michael Hüther: Ungleichheit und Wachstum – eine Neubewertung

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Grafiken und Tabellen

Materialien zum Statement: Ungleichheit und Wachstum – eine Neubewertung

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Ansprechpartner

IW-Trends, 12. Oktober 2017

Hubertus Bardt Afrikas divergierende wirtschaftliche PotenzialeArrow

Der afrikanische Kontinent hat in den letzten Jahren wieder deutlich mehr internationale Aufmerksamkeit erfahren, zuletzt bei dem G20-Treffen in Hamburg. Zunehmend werden dabei auch wirtschaftliche Chancen und die Einbindung in internationale Wertschöpfungsketten diskutiert. mehr

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Interview, 12. Oktober 2017

Matthias Diermeier auf wiwo.de „Berlin holt auf – aber nur geringfügig”Arrow

Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln zeigen: Deutschlands Pro-Kopf-Wohlstand fiele ohne die Hauptstadt höher aus. Das ist innerhalb der EU ein ungewöhnliches Phänomen. Ein Interview von IW-Ökonom Matthias Diermeier mit der Wirtschaftswoche. mehr

Wohngeld
IW-Nachricht, 5. Oktober 2017

Ralph Henger / Judith Niehues Das Wohngeld muss zukunftsfest werden Arrow

Nach der Erhöhung des Wohngeldes ist die Zahl der Wohngeldempfänger zuletzt deutlich angestiegen. Das hat das Statistische Bundesamt heute berichtet. Die Reform im vergangenen Jahr war überfällig, reicht aber längst nicht aus. Das Wohngeld sollte weiter gestärkt werden. mehr