Das zeigt die Konjunkturumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln vom Frühjahr 2017. So bleibt die deutsche Wirtschaft weiter auf Expansionskurs. Das reale Bruttoinlandsprodukt wird in diesem Jahr um gut 1 ½ Prozent und im Jahr 2018 um 1 ¾ Prozent zulegen. Dies überrascht vor dem Hintergrund der hohen politischen Verunsicherungen: Die Europäische Union ist weiterhin auf Orientierungssuche. Das Vereinigte Königreich bereitet den Austritt aus der EU vor. Die Staatsschuldenprobleme in Europa und in den USA haben keine hohe politische Priorität. Damit bleiben Finanzmarktrisiken latent. Die protektionistischen Bestrebungen der US-Regierung können mittel- und langfristig das wirtschaftliche Miteinander – den Handel mit Konsum- und Vorleistungsgütern, die grenzüberschreitenden Unternehmensfinanzierungen und die Mobilität von Fachkräften – beeinträchtigen und das Wachstum der Weltwirtschaft schädigen.