Rund 1,6 Millionen Menschen mit ingenieurwissenschaftlichem Studium gingen 2010 in Deutschland einer Erwerbstätigkeit nach. Seit 2005 ist die Zahl der erwerbstätigen Ingenieure damit um 16 Prozent gestiegen.

Dies ist das Ergebnis einer Studie, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln in Kooperation mit dem Verein Deutscher Ingenieure auf der Hannover Messe vorgestellt hat. Der größte Gewinner auf dem Arbeitsmarkt ist demnach die Altersgruppe der über 50-Jährigen: Ihre Zahl stieg um fast ein Drittel. Frauen und Ausländer mit ingenieurwissenschaftlichem Studium konnten aber mit jeweils 30 Prozent ähnlich hohe Zuwachsraten erzielen.

Obwohl die Zahl der beschäftigten Ingenieurinnen so stark zunahm, entfällt weiterhin nur jeder zwanzigste Studienabschluss einer Frau auf eine ingenieurwissenschaftliche Fachrichtung – zum Vergleich: Unter den männlichen Absolventen hat fast jeder Vierte ein solches Fach studiert. Mit diesem Problem steht Deutschland nicht alleine da: In jedem der untersuchten Länder lag der Anteil weiblicher Ingenieure unter allen weiblichen Absolventen unter 10 Prozent.

Im Durchschnitt verdienen weibliche Ingenieure weniger als die männlichen Kollegen. Das bedeutet aber nicht, dass Frauen weniger Gehalt für die gleiche Arbeit bekommen. Weibliche Ingenieure arbeiten häufiger in kleinen Betrieben, Dienstleistungsbranchen und Regionen mit niedrigen Löhnen. Außerdem sind sie im Durchschnitt jünger und haben daher weniger Berufserfahrung.

Studie

Ina Kayser / Oliver Koppel: Ingenieure auf einen Blick 2013 – Erwerbstätigkeit, Innovation, Wertschöpfung
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Pressemitteilung

Erfreulicher Anstieg der Absolventen von Ingenieurstudiengängen auf fast 57.000
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Präsentation

Hans-Peter Klös: Ingenieurbeschäftigung D
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Statement

Hans-Peter Klös: Ingenieurbeschäftigung D
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Ansprechpartner

Es gibt keine Krise bei Facharbeitern
IW-Nachricht, 14. Juni 2017

Holger Schäfer Arbeitsmarkt: Es gibt keine Krise bei FacharbeiternArrow

Einer neuen OECD-Studie zufolge ist der Anteil von Arbeitsplätzen mit mittlerer Qualifikation auch in Deutschland stark gesunken. Grund ist die Digitalisierung – dafür steigt die Beschäftigung der Hoch- und Niedrigqualifizierten. Allerdings gibt es für diese These zumindest hierzulande keine Belege. mehr

MINT-Frühjahrsreport 2017
Gutachten, 10. Mai 2017

Christina Anger / Oliver Koppel / Axel Plünnecke MINT-Frühjahrsreport 2017Arrow

Die Erwerbstätigkeit von MINT-Akademikern ist von 2011 - 2014 um 10,6 Prozent gestiegen. Diese Entwicklung wurde von Zuwanderung, einem höheren Frauenanteil und mehr Älteren begünstigt. Weniger günstig entwickelte sich die Erwerbstätigkeit von beruflich qualifizierten MINT-Fachkräften. mehr

10. Mai 2017

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Wer naturwissenschaftlich oder technisch ausgebildet ist, hat in Deutschland wesentlich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt als Menschen mit anderen Qualifikationen. Das gilt auch für Zuwanderer. mehr auf iwd.de