Auf individueller Ebene scheinen die Reallohnzuwächse der vergangenen Jahre auch durchaus wahrgenommen zu werden: Im Jahr 2014 beurteilten beinahe zwei Drittel der Befragten ihre eigene wirtschaftliche Lage als gut oder sehr gut – nur noch 9 Prozent der Bevölkerung ordnen ihre wirtschaftliche Situation als eher schlecht ein – dies sind jeweils die besten Werte seit der Wiedervereinigung und deutlich positiver als noch im Jahr 2004.

Die Anerkennung, dass von der beschäftigungsorientierten Lohnpolitik Ende der Neunziger Jahre sowie den Arbeitsmarktreformen um die Agenda 2010 letztlich weite Teile der Bevölkerung profitiert haben, könnte die Akzeptanz und Durchsetzung von Reformen erleichtern, wenn sie wirtschaftlich notwendig sind. Darüber hinaus könnte sie das Vertrauen in politische Entscheidungen steigern – ein sensibles Gut, wie die sinkende Zustimmung zur Politik der etablierten Parteien zeigt.

Pressemitteilung

Gerechtigkeit: Besser als wahrgenommen

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Materialien zur Pressekonferenz

Statement von Michael Hüther: Gerechtigkeit und Verteilung in Deutschland – ein Faktencheck

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Grafiken zum Statement: Gerechtigkeit und Verteilung in Deutschland – ein Faktencheck

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IW-Report

Martin Beznoska / Ralph Henger / Tobias Hentze / Hans-Peter Klös / Hagen Lesch / Judith Niehues / Jochen Pimpertz / Axel Plünnecke / Holger Schäfer / Jörg Schmidt / Christoph Schröder / Michael Voigtländer / Dirk Werner: Faktencheck Gerechtigkeit und Verteilung – eine empirische Überprüfung wichtiger Stereotype

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Ansprechpartner

Wohngeld
IW-Nachricht, 5. Oktober 2017

Ralph Henger / Judith Niehues Das Wohngeld muss zukunftsfest werden Arrow

Nach der Erhöhung des Wohngeldes ist die Zahl der Wohngeldempfänger zuletzt deutlich angestiegen. Das hat das Statistische Bundesamt heute berichtet. Die Reform im vergangenen Jahr war überfällig, reicht aber längst nicht aus. Das Wohngeld sollte weiter gestärkt werden. mehr

26. September 2017

Judith Niehues / Martin Beznoska Vermögen: Auf die Rente kommt es anArrow

Häufig wird in der deutschen Gerechtigkeitsdebatte auf die relativ hohe Vermögensungleichheit verwiesen. Wie ein internationaler Vergleich zeigt, ist diese Ungleichheit allerdings nichts Ungewöhnliches: Sie ist meist dort besonders hoch, wo der Staat über ausgeprägte Sicherungssysteme verfügt – wie die Bundesrepublik. mehr auf iwd.de

Seit 2005 hat sich die Einkommensschere nicht weiter geöffnet
Interview, 21. September 2017

Judith Niehues im General-Anzeiger Bonn Seit 2005 hat sich die Einkommensschere nicht weiter geöffnetArrow

Ein „bedingungsloses Kapitaleinkommen“ für alle Bürger steht seit Längerem zur Debatte. Es soll die soziale Ungleichheit bekämpfen. Die soziale Ungleichheit habe nur zeitweise zugenommen, sagt die Ökonomin Judith Niehues vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln. mehr