Vier von zehn Menschen im erwerbsfähigen Alter haben in Deutschland einen unbefristeten Vollzeitjob – das war vor zehn Jahren nicht anders. Die unbefristete Teilzeitbeschäftigung gewinnt dagegen seit Jahren an Bedeutung. Mittlerweile haben 10 Prozent der Bundesbürger einen solchen Arbeitsplatz.

Stark zugelegt hat auch der Anteil der geringfügigen Beschäftigung. In dem Ausmaß, in dem die Bedeutung von Teilzeit, geringfügiger Beschäftigung und befristeter Jobs stieg, nahm aber der Bevölkerungsanteil ab, der nicht erwerbstätig ist. Per saldo hat der Zuwachs der flexiblen Stellen also dafür gesorgt, dass Bürger, die zuvor keinen Job hatten, eine Beschäftigung gefunden haben. Die flexiblen Erwerbsformen waren somit ein Sprungbrett in den Arbeitsmarkt.

Für die These, dass unbefristete Vollzeitstellen verstärkt in andere Stellen umgewandelt wurden, gibt es keine überzeugenden Belege. Im Gegenteil: Rund 78 Prozent der Personen, die im Jahr 2003 einen unbefristeten Vollzeitjob hatten, waren auch 2008 noch in einem solchen Vertragsverhältnis. Dieser Anteil der „stabilen“ Beschäftigung hat sich gegenüber vorhergehenden Fünfjahreszeiträumen vergrößert: Von 1993 bis 1998 waren lediglich 69 Prozent fortgesetzt unbefristet und Vollzeit tätig.

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