Bei der Festlegung des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) – der alle Bildungsabschlüsse europaweit vergleichbar machen soll – müssen Deutschland, Österreich und die Schweiz dafür sorgen, dass das duale System der Berufsausbildung angemessen eingruppiert wird.

Denn während andere Volkswirtschaften die Kombination von betrieblicher Lehre und Schule kaum kennen, ist diese in den D-A-CH-Ländern ein ausgesprochenes Erfolgsmodell: So starten in Deutschland und in der Schweiz im Schnitt zwei von drei und in Österreich vier von zehn Schulabsolventen eine duale Berufsausbildung. Da sich im weiteren Berufsleben Fort- und Weiterbildungen anschließen, eröffnen sich häufig Aufstiegschancen in hochwertige Karrieren. In der Bundesrepublik beispielsweise landen mehr Weiterbildungsabsolventen auf dem Chefsessel als Fachhochschulabgänger.

Bildungsexperten aus den drei deutschsprachigen Ländern plädieren dafür, dass das vom dualen System vermittelte hohe Kompetenz- und Qualifikationsniveau im EQR berücksichtigt und die Abschlüsse nicht zu niedrig eingestuft werden – denn das hätte entsprechend negative Folgen: Absolventen der Berufsausbildung fiele es dann schwerer, ihre Karriere ohne Abstriche auch im europäischen Ausland fortzusetzen. Mittelfristig würde daher auch die Attraktivität der Lehre leiden.

Pressemitteilung

Duale Berufsausbildung: Das hohe Niveau anerkennen
IconDownload | PDF

Gemeinsames Statement

Prof. Dr. Michael Hüther, Institut der deutschen Wirtschaft Köln (D), Prof. Dr. Gerhard Riemer, Industriellenvereinigung Österreich (A), Dr. Patrik Schellenbauer, Avenir Suisse (CH): Stellenwert und Zukunft der dualen Berufsausbildung in den D A CH-Ländern
IconDownload | PDF

Statements

Deutschland (D)
IconDownload | PDF

Österreich (A)
IconDownload | PDF

Schweiz (CH)
IconDownload | PDF

Factsheets

Deutschland (D)
IconDownload | PDF

Österreich (A)
IconDownload | PDF

Schweiz (CH)
IconDownload| PDF

Audio

Prof. Dr. Michael Hüther über:

1. Duale Berufsausbildung - die Bedeutung
IconDownload | MP3

2. Duale Berufsausbildung - Vorteile für den Arbeitsmarkt
IconDownload | MP3

3. Berufliche und akademische Bildung müssen Hand in Hand gehen
IconDownload | MP3

4. Berufliche Bildung als Instrument gegen Fachkräftemangel
IconDownload | MP3

5. Berufliche Bildung muss durchlässiger werden
IconDownload | MP3

6. OECD stellt Qualifikationslage verengt dar
IconDownload | MP3

Ansprechpartner

Lernen und Arbeiten in der digitalen Welt
Veranstaltung, 11. Mai 2017

62. Bildungspolitisches Treffen Lernen und Arbeiten in der digitalen WeltArrow

Die Digitalisierung erschließt immer mehr Bereiche unseres Lebens und beruflichen Wirkens. Auf dem 62. Bildungspolitischen Treffen möchten wir mit Ihnen darüber diskutieren, welche Potenziale und Herausforderungen die Digitalisierung mit sich bringt und welche Ansatzpunkte sich für Politik, Wirtschaft und Forschung bieten. mehr

Zahl der Auszubildenden sinkt
IW-Nachricht, 12. April 2017

Zahl der Ausbildungsverträge sinkt Auszubildende und Unternehmen brauchen UnterstützungArrow

Im Jahr 2016 haben laut Statistischem Bundesamt rund 511.000 Jugendliche einen Ausbildungsvertrag unterschrieben. Damit sind gut ein Prozent weniger Jugendliche in eine duale Ausbildung gestartet als im Jahr 2015. An Bedeutung verliert die duale Ausbildung jedoch nicht. mehr

5. April 2017

Bildung Der Trend geht zum AkademikerArrow

Schon seit Jahrzehnten gibt es in Deutschland einen Trend zu höheren Bildungsabschlüssen. Durch die Flüchtlingsmigration steigt zwar derzeit der Anteil der Geringqualifizierten, doch in den kommenden Jahren dürften viele Flüchtlingskinder ein höheres Bildungsniveau als ihre Eltern erreichen. mehr auf iwd.de