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IW-Ökonom Jochen Pimpertz (r.) Quelle: IW Köln

Mit der Einführung einer Gesundheitsprämie würde der Bund um rund 4,5 Milliarden Euro gegenüber dem Status quo entlastet, wie Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigen. Um die derzeitigen Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung zu decken, müsste die Gesundheitsprämie monatlich 250 Euro pro Kopf betragen.

Der soziale Ausgleich kann dann erreicht werden, indem diejenigen Krankenversicherten einen steuerfinanzierten Zuschuss vom Staat erhalten, deren gesamte Prämie 16,5 Prozent des Einkommens überschreitet.

Eine Gesundheitsprämie kann zudem mittelfristig die Probleme der GKV erheblich abfedern: Sie sorgt für Preistransparenz und eine kostenbewusste Nachfrage. Denn die Prämie spiegelt die Kosten der medizinischen Versorgung wider. Somit entsteht für die Versicherten ein Anreiz, bei gleicher Qualität einen Tarif mit möglichst günstigen Versorgungsangeboten und -formen zu wählen.

IW-Trends

Nicole Horschel / Jochen Pimpertz: Transferbedarf in einer prämienfinanzierten Gesetzlichen Krankenversicherung
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Pressemitteilung

Gesundheitsprämie: Effizient, sozial ausgewogen und kostensenkend
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Statement

IW-Direktor Michael Hüther: Was kostet die Gesundheitsprämie?
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Prof. Dr. Michael Hüther über:

1. Wer vom Status Quo profitiert
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2. Ist das neue System finanzierbar
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3. Wie ein Systemwechsel aussieht
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4. Was kostet den Staat das neue System unterm Strich
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IW policy paper
IW policy paper, 27. März 2017

Susanna Kochskämper Grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung bietet viele PotenzialeArrow

Warum wissen so wenige Patienten, dass sie sich auch im EU-Ausland medizinisch behandeln lassen dürfen – zu den gleichen Konditionen wie im Inland und ohne zusätzliche Auslandskrankenversicherung? Und warum wird diese Möglichkeit bisher so wenig genutzt, obwohl die nationalen Gesundheitssysteme davon profitieren könnten? mehr