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IW-Ökonom Oliver Koppel Quelle: IW Köln

Deutsche Unternehmen und Erfinder melden inzwischen zwei von drei Patenten im Ausland an. Dabei erweist sich China immer mehr als gefragtes Zielland: Deutsche Firmen haben dort 2008 zehnmal so viele Patente eingereicht wie Mitte der 1990er Jahre. Das chinesische Patentrecht wird von Unternehmen mittlerweile besser bewertet als das japanische oder das amerikanische System. Nachbesserungsbedarf besteht dagegen in Europa. Ein in 13 europäischen Ländern für zehn Jahre gültiges Patent kostet beispielsweise knapp 30.000 Euro. Allein rund 8.000 Euro entfallen auf Übersetzungen in die jeweiligen Landessprachen. Damit müssen Firmen für ein Patent in Europa etwa achtmal so viel bezahlen wie für ein vergleichbares Schutzrecht in den USA. Ein Gemeinschaftspatent, das in der gesamten EU gilt, sowie eine einheitliche Patentrechtsprechung würden den Forschern helfen und Europa wettbewerbsfähiger machen – zudem könnten forschende Unternehmen jährlich rund 400 Millionen Euro an Anwalts- und Übersetzerkosten sparen.

IW-Positionen

Oliver Koppel: Patente – Unverzichtbarer Schutz des geistigen Eigentums in der globalisierten Wirtschaft Bestellung

Statement

Michael Hüther: Patente – Geistiges Eigentum in der globalisierten Wirtschaft
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Pressemitteilung

Patente: Europa braucht einheitliche Regelung
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Ansprechpartner

Nur der Süden auf Weltspitzenniveau
Gastbeitrag, 2. August 2017

Sarah Berger in der Fuldaer Zeitung Nur der Süden auf WeltspitzenniveauArrow

Innovationen tragen maßgeblich zur Stärkung des Wirtschaftswachstums und der Wettbewerbsfähigkeit eines Landes bei. Deutschland weist insgesamt eine hohe Innovationskraft auf und glänzt im europäischen Vergleich in der Spitzengruppe der Innovation Leaders. Deutschlands Erfolg im europäischen Vergleich sollte jedoch nicht über die regionale Divergenz und die künftigen Herausforderungen hinwegtäuschen. mehr

25. Juli 2017

Interview mit Oliver Koppel „NRW verschläft den Strukturwandel seit Jahrzehnten“Arrow

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat die Innovationskraft der deutschen Regionen analysiert. Demnach forscht der Süden auf Weltniveau, doch der Rest hinkt deutlich hinterher. Vor allem NRW nutzt sein Potenzial nicht. Wie die Politik gegensteuern kann, erklärt Oliver Koppel, IW-Wissenschaftler im Kompetenzfeld Zuwanderung und Innovation, im iwd-Interview. mehr auf iwd.de

Innovationen
Pressemitteilung, 24. Juli 2017

Oliver Koppel Innovationsatlas: Nur im Süden WeltspitzeArrow

Relativ wenige Wirtschaftsräume in Bayern und Baden-Württemberg dominieren die deutsche Innovationslandschaft und liegen international auf Spitzenniveau. In den meisten deutschen Regionen wird jedoch deutlich zu wenig in Forschung investiert, zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Doch die Politik kann gezielt gegensteuern. mehr