1. Home
  2. Presse
  3. Pressemitteilungen
  4. Kfz-Industrie: Innovativ wie nie
Zeige Bild in Lightbox
Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Eröffnung der IAA. (© Foto: GettyImages)
Oliver Koppel / Thomas Puls / Enno Röben Pressemitteilung 15. September 2019

Kfz-Industrie: Innovativ wie nie

Die Autoindustrie meldet deutlich mehr Patente an als noch vor einigen Jahren und ist zum Innovationstreiber der Wirtschaft aufgestiegen, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Die Kfz-Industrie durchlebt seit Jahren einen spürbaren Wandel: Elektroantrieb und Autonomes Fahren gelten als Zukunftstechnologien, Diesel- und Benzinmotoren dagegen als gestrig. Vor diesem Hintergrund forschen und entwickeln Autohersteller und -zulieferer so viel wie nie – und sie melden so viele Patente an wie nie zuvor. 2016 hat die Branche rund 70 Prozent mehr Patente angemeldet als noch im Jahr 2005. Da die übrigen Branchen gleichzeitig ihre Anmeldungen um 16 Prozent zurückgefahren haben, ist die Kfz-Industrie nun Treiber im deutschen Innovationsgeschehen: Sie verzeichnete zuletzt 47 Prozent aller Patentanmeldungen von Unternehmen und Forschungsinstituten. 2005 waren es gerade einmal 30 Prozent.

Kfz-Industrie als Innovationstreiber

Unternehmen aus anderen Branchen, öffentlich finanzierte Forschungseinrichtungen und einzelne Tüftler haben dagegen in den vergangenen Jahren deutlich weniger Patente angemeldet als zuvor. Besonders drastisch ist der Rückgang bei Garagentüftlern. „Ohne die Kfz-Industrie wäre die Patentleistung der deutschen Wirtschaft in den vergangenen Jahren rückläufig“, sagt Studienmitautor und IW-Innovationsexperte Oliver Koppel. 

Wichtige Trends längst erkannt

Die Zahlen zeigen außerdem, dass die Branche aktuell einen technologischen Wandel durchlebt: Sie entwickelt sich weg vom klassischen Verbrennungsmotor hin zu anderen hochinnovativen Anwendungen, vor allem im Bereich Digitalisierung und Elektronik. „Die Unternehmen haben längst erkannt, dass sie technologische Sprünge machen müssen, um zukunftsfähig zu bleiben“, sagt IW-Verkehrsexperte Thomas Puls. „Um diese Trends mitzumachen, sind die richtigen Weichen gestellt.“

Die IW-Studie basiert auf Daten des Deutschen Patent- und Markenamts und berücksichtigt keine Patenterteilungen, sondern Patentanmeldungen, denn nur diese beinhalten die aktuellen technischen Entwicklungen. In der Regel vergehen mehrere Jahre, bis entschieden ist, ob ein Patent erteilt wird oder nicht. Patenterteilungen würden damit nicht den aktuellen Stand der Forschung widerspiegeln. 

Datei herunterladen
Thomas Puls / Oliver Koppel / Enno Röben IW-Kurzbericht Nr. 64

Innovationstreiber Kfz-Industrie

Datei herunterladen

Mehr zum Thema

Artikel lesen
„Jeder achte Erfindende heißt Abhijeet oder Mesut“
Oliver Koppel im Tagesspiegel Interview 11. Juni 2024

Migranten und Patente: „Jeder achte Erfindende heißt Abhijeet oder Mesut“

In vielen Betrieben spielen Menschen mit Migrationshintergrund eine immer größere Rolle. Warum ihr Beitrag zur Unternehmensleistung wächst und was das mit Patentanmeldungen zu tun hat, darüber spricht IW-Ökonom Oliver Koppel, Leiter der Patentdatenbank des IW, ...

IW

Artikel lesen
Maike Haag / Enno Kohlisch / Oliver Koppel IW-Kurzbericht Nr. 16 16. März 2024

Der Innovationsbeitrag von Migration nach Branchen

Migration leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur Innovationskraft Deutschlands: Ein Rekordwert von 13 Prozent und damit mehr als jede achte aller hierzulande entwickelten Patentanmeldungen geht inzwischen auf Erfindende mit ausländischen Wurzeln zurück. ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880