1. Home
  2. Presse
  3. Pressemitteilungen
  4. Kaum Veränderungen in Sicht
Zeige Bild in LightboxKaum Veränderungen in Sicht
(© Foto: stockvisual/iStock)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

IW-Verbandsumfrage 2017 Pressemitteilung Nr. 75 28. Dezember 2016

Kaum Veränderungen in Sicht

Die deutsche Wirtschaft wird im Jahr 2017 wohl weiterhin nur schwach wachsen: Zwar geht die Mehrheit der 48 vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) befragten Verbände von einer höheren Produktion aus, doch nur drei erwarten eine wesentliche Steigerung. Auch die Beschäftigung dürfte sich nur geringfügig verändern.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Die deutschen Wirtschaftsverbände bleiben laut der IW-Verbandsumfrage 2017 vorsichtig optimistisch. So gehen 28 der 48 befragten Verbände von einer steigenden Produktion im nächsten Jahr aus – jedoch nur drei von einer wesentlich höheren. Acht Verbände rechnen dagegen mit einem schlechteren Ergebnis. Zuversichtlich sind insbesondere das Baugewerbe und verwandte Branchen. Einen Abwärtstrend fürchten unter anderem die Automobilindustrie und die Finanzwirtschaft. „Weltweit gibt es einen erneuten Hang zu Protektionismus und Nationalismus. Der Wahlausgang in den USA und der anstehende Brexit sind Paradebeispiele dafür. Das bremst die wirtschaftlichen Perspektiven eines exportorientierten Landes“, sagt IW-Direktor Michael Hüther.

Trotz der allgemeinen Verunsicherung gehen immerhin 18 der 48 Verbände davon aus, dass die Unternehmen ihrer Branche im kommenden Jahr mehr investieren als 2016 – vor allem der Dienstleistungssektor. „Die Digitalisierung wird in vielen Branchen immer bedeutsamer. Das treibt die Unternehmen zum Investieren an“, so Hüther. Lediglich die Chemische Industrie, der Luft- und Raumfahrzeugbau sowie die Kunststoffverarbeitung werden ihre Investitionen wohl zurückfahren. Für energieintensive Unternehmen spielen dabei auch die Unwägbarkeiten durch die Energiewende eine Rolle.

Auf dem Arbeitsmarkt dürfte es insgesamt nur geringe Veränderungen geben: 20 Verbände rechnen für das Jahr 2017 mit einer gleichbleibenden Beschäftigung, 15 erwarten einen Personalzuwachs, 12 einen Stellenabbau. Neben den baunahen Branchen wollen viele Dienstleistungsunternehmen – zum Beispiel aus der Informations- und Messewirtschaft sowie aus den Bereichen Spedition, Leasing und Tourismus – Mitarbeiter einstellen. Dagegen wird unter anderem die Finanz- und Versicherungswirtschaft weitere Stellen streichen.

Eine interaktive Grafik zur Studie finden Sie auf iwd.de

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Privater Konsum weiter auf Erholungskurs
Hubertus Bardt / Michael Grömling Pressemitteilung 12. Oktober 2021

Verbrauchervertrauen: Privater Konsum weiter auf Erholungskurs

Schon im vergangenen Quartal hat sich die Kauflaune der Deutschen vom Corona-Tief erholt. Jetzt zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), dass das Verbrauchervertrauen weiter ansteigt. Günstige Kaufgelegenheiten, eine stabile ...

IW

Artikel lesen
Hubertus Bardt / Michael Grömling / Ilaria Maselli IW-Kurzbericht Nr. 76 12. Oktober 2021

Verbrauchervertrauen in Deutschland steigt weiter

Der Private Konsum in Deutschland ist und bleibt auf Erholungskurs. Die Konsumausfälle vom letzten Jahr werden zwar im Jahr 2021 nicht ausgebügelt, das TCB-IW-Verbrauchervertrauen ist aber auch im dritten Quartal 2021 weiter angestiegen und signalisiert ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880