1. Home
  2. Presse
  3. Pressemitteilungen
  4. Verbrauchervertrauensindex: Konsumenten bleiben zuversichtlich
Zeige Bild in Lightbox
(© Foto: iStock)
Hubertus Bardt und Michael Grömling Pressemitteilung 13. Mai 2019

Verbrauchervertrauensindex: Konsumenten bleiben zuversichtlich

Deutschlands Konsum hat sich dank guter Beschäftigungsperspektiven wieder stabilisiert, zeigt der Verbrauchervertrauensindex, den das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) und The Conference Board (TCB) künftig quartalsweise veröffentlichen.

Der private Konsum ist eine der wichtigsten Bestimmungsgrößen für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes. Wer gut verdient, einen sicheren Job hat und davon überzeugt ist, auch in absehbarer Zeit gut dazustehen, entscheidet sich schneller und häufiger für neue Kleidung oder eine größere Küche. Das IW veröffentlicht künftig in jedem Quartal gemeinsam mit The Conference Board, einem von Unternehmen getragenen internationalen Thinktank, einen international etablierten Index für das Verbrauchertrauen. Grundlage dafür sind Befragungen des Datenanalyse-Unternehmens Nielsen von über 32.000 Haushalten in 64 Ländern. Die Verbraucher schätzen ihre persönliche Beschäftigungsperspektive und ihre finanzielle Situation für die nächsten zwölf Monate ein und beurteilen darüber hinaus, ob es eine gute Zeit zum Kauf von Waren und Dienstleistungen ist. 

Stabiles Konsumklima, gute finanzielle Situation
 
Das Verbrauchervertrauen erreichte in Deutschland im ersten Quartal 2019 einen Wert von 104 Punkten. Das entspricht dem Niveau des Vorquartals, liegt aber spürbar unter dem Höchstwert vom ersten Quartal 2018. „Damit hat sich das Konsumklima wieder stabilisiert, nachdem es über das gesamte Jahr 2018 rückläufig war“, sagt Studienmitautor Michael Grömling. Darüber hinaus ist die Mehrheit der Verbraucher in Deutschland optimistisch. Das lässt sich vor allem auf die anhaltend guten Beschäftigungsperspektiven zurückführen: 56 Prozent der Befragten schätzen ihre Beschäftigungschancen als gut ein, neun Prozent sogar als ausgezeichnet. Auch die finanzielle Situation wird von der Mehrheit als gut oder ausgezeichnet wahrgenommen. 

Gutes Ergebnis im internationalen Vergleich

Auch im internationalen Vergleich steht Deutschland gut da. „In einer kleinen Mehrheit der 64 Länder äußerten die Haushalte mehr Besorgnis über die künftige Wirtschaftslage, was auf eine leichte Abschwächung des globalen Wachstums in den kommenden Quartalen hindeutet“ sagt Bart van Ark, Chefökonom des Conference Board. „Das Verbrauchervertrauen in Deutschland ist jedoch im Vergleich zu anderen europäischen Volkswirtschaften relativ stark. Nur die Konsumenten in Dänemark, den Niederlanden, Tschechien und Österreich geben sich noch optimistischer.“

Inhaltselement mit der ID 5827

Externer Ansprechpartner 

Inhaltselement mit der ID 5829
Bart van Ark
Extern

Bart van Ark

Executive Vice President and Chief Economist The Conference Board

Datei herunterladen

Hubertus Bardt / Michael Grömling / Paul Niendorf / Bart van Ark: Konsumentenvertrauen in Deutschland

IW-Trends

Datei herunterladen

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Determinanten der Personalplanung in Deutschland
Michael Grömling / Stefanie Seele IW-Report Nr. 27 21. Mai 2024

Determinanten der Personalplanung in Deutschland

Der deutsche Arbeitsmarkt ist seit dem Jahr 2005 auf Wachstumskurs. Eine Ausnahme bildet die Corona-Delle zwischen 2020 und 2022. Schon im Jahr 2023 erreichte der deutsche Arbeitsmarkt die neue Rekordmarke von fast 46 Millionen Erwerbstätigen.

IW

Artikel lesen
Hubertus Bardt / Lennart Bolwin / Berthold Busch / Jürgen Matthes Pressemitteilung 19. Mai 2024

Europawahl: Dexit würde 690 Milliarden Euro kosten

Die Alternative für Deutschland (AfD) fordert den Austritt Deutschlands aus der EU. Dieser sogenannte Dexit würde einer neuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zufolge nicht nur Milliarden Euro Wertschöpfung kosten, sondern auch Millionen ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880