1. Home
  2. Presse
  3. Pressemitteilungen
  4. Regionale Potenziale nutzen
Zeige Bild in LightboxRegionale Potenziale nutzen
(© Foto: Jens Schlueter)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Hanno Kempermann / Agnes Millack Pressemitteilung Nr. 49 2. November 2017

Regionale Potenziale nutzen

Die deutschen Großstädte boomen, die ländlichen Gegenden veröden. Zwar haben viele Regionen Entwicklungspotenzial, aber sie nutzen ihre Chancen bislang zu wenig, zeigt der Regionale Chancen Monitor (RCM) der IW Consult, einem Tochterunternehmen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW).

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Der Monitor analysiert zum einen die Wanderungsbewegungen zwischen den 402 Regionen Deutschlands – fragt also, wer von wo wohin zieht. Zum anderen haben die IW-Wissenschaftler das Chancenpotenzial der einzelnen Regionen untersucht, etwa das Ausbildungs- und Arbeitsplatzangebot, die Immobilienpreise, die medizinische Versorgung oder auch den Breitbandausbau. Das Ergebnis sind vier verschiedene Raumtypen:

Top-Level sind Regionen mit hohem Potenzial, das sie bereits teilweise nutzen, aber noch nicht ausgeschöpft haben. Sie liegen häufig in der Nähe wirtschaftlicher Ballungszentren wie Hamburg, Berlin oder München.

Risikoräume sind Regionen, die ihre Chancen zwar nutzen, aber nur noch geringes Potenzial haben. Beispiele dafür sind einige Großstädte wie Köln, Düsseldorf oder Stuttgart. Hier hält der Infrastrukturausbau nicht mit dem hohen Zuzug von Menschen Schritt.

Chancenräume sind Regionen mit hohem Potenzial, die dieses aber bisher nicht nutzen. Kooperationen mit umliegenden Regionen, Städten und Gemeinden könnten die Attraktivität der Gegenden steigern. Dies gilt etwa für die Mecklenburgische Seenplatte, die noch stärker auf ihre touristische Attraktivität setzen sollte, oder Neustadt an der Waldnaab, wo sich aufgrund der räumlichen Nähe Kooperationen mit Tschechien anbieten.

Low-Level-Bereiche sind Regionen, die weder ein hohes Potenzial haben, noch ihre Möglichkeiten optimal nutzen. Aufgrund der mangelnden Attraktivität – wenig Job-, Kultur- und Freizeitangebote – ziehen vor allem junge Menschen weg. Dies trifft etwa auf weite Teile Sachsen-Anhalts, Thüringens, Nordhessens oder auch den Osten NRWs zu.

Gerade die Abwanderung junger Menschen müssen die Regionen verhindern, mahnt Hanno Kempermann von der IW Consult: „Dafür müssen vermehrt Bildungsangebote in ländlichen Regionen geschaffen werden, sodass Jüngere für Studium oder Ausbildung nicht unbedingt in Großstädte ziehen müssen.“ Gleichzeitig könnte so auch der Fachkräftenachwuchs in den Regionen gesichert werden. Der Regionale Chancenmonitor wurde gemeinsam mit der Steinbeis Angewandte Systemanalyse GmbH entwickelt.

Attraktives Umland der Metropolen

Ein Präferenzindexwert über 100 bedeutet überdurchschnittliche, ein Wert unter 100 unterdurchschnittliche Chancen. Der Index bildet implizit alle Standortvor- und -nachteile einer Region ab (zum Beispiel Ausbildungsangebot, Arbeitsplatzangebot, Wohnraumkosten, Freizeitwert, kulturelles Angebot, medizinische Versorgung, Breitbandausbau).

 

Embed-Code für diese Karte

<iframe width="100%" height="640" frameborder="0" src="https://www.iwkoeln.de/_storage/asset/366414/storage/master/carto.html" allowfullscreen webkitallowfullscreen mozallowfullscreen oallowfullscreen msallowfullscreen></iframe>

 

Datei herunterladen

Hanno Kempermann / Agnes Millack: Regionaler Chancen Monitor – Maß für die Attraktivität von Regionen

IW-Kurzbericht

Datei herunterladen

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Deutschland sieht alt aus
Wido Geis-Thöne Pressemitteilung 14. Oktober 2021

Erwerbstätige in der EU: Deutschland sieht alt aus

Dass die Demografie zunehmend zum Problem für Deutschland wird, ist längst bekannt. Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt indes, wie schlecht es tatsächlich um den Arbeitsmarkt steht – und welche europäischen Nachbarn deutlich ...

IW

Artikel lesen
Filiz Koneberg / Lydia Malin / Robert Köppen Gutachten 7. Oktober 2021

KOFA Kompakt 8/2021: Fachkräftesituation in den Hotel- und Gastronomieberufen

Das Hotel- und Gaststättengewerbe ist von der Corona-Pandemie durch die in der Folge erlassenen Kontaktbeschränkungen sowie zeitweiligen Betriebsverboten besonders stark betroffen.

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880