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Sozialversicherungen Pressemitteilung Nr. 39 22. September 2008

Gleichmacherei bringt wenig

Weder die von einigen Sozialpolitikern vorgeschlagene stärkere Belastung höherer Einkommen mit Sozialabgaben noch der Einbezug aller Erwerbstätigen – also auch von Beamten, Selbstständigen und Freiberuflern – hilft, die Sozialversicherungen in Deutschland dauerhaft zu sanieren.

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Das zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). So hätte eine Pflichtversicherung für alle den Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegekassen 2006 zunächst zwar Mehreinnahmen von 51 Milliarden Euro oder 13,6 Prozent beschert. Im Gegenzug würden die Erwerbstätigen mit ihren Beitragsleistungen aber auch Ansprüche erwerben. Mittel- bis langfristig dürfte der Schuss für die Sozialversicherungen daher nach hinten losgehen.

Der von manchen erhoffte Umverteilungseffekt höherer Beitragsbemessungsgrenzen bleibt eher bescheiden. Würden diese in allen Sozialversicherungen einheitlich auf 5.250 Euro angehoben, hätte das den Anteil des am besten verdienenden Haushaltszehntels am gesamten Beitragsaufkommen im Jahr 2006 gerade einmal von 20,1 auf 20,9 Prozent gesteigert. Umgekehrt wären die niedrigen und mittleren Einkommensklassen allenfalls um ein bis zwei Zehntelprozentpunkte entlastet worden

Um die Verteilungswirkungen der Sozialversicherungsbeiträge zu ermitteln, hat das IW Köln die Daten der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2003 des Statistischen Bundesamts bis 2006 fortgeschrieben. Die rund 42.000 Haushalte wurden nach ihrem Einkommen sortiert und in zehn gleich große Gruppen unterteilt.

Nicole Horschel, Jochen Pimpertz
Verteilungseffekte von Sozialversicherungsreformen
gefördert von der informedia-Stiftung – Gemeinnützige Stiftung für Gesell­schaftswissenschaften und Publizistik Köln
IW-Trends 4/2008

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