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Sozialpolitik Pressemitteilung Nr. 9 10. März 2008

Fast 40 Prozent Leistungsempfänger

Das Verhältnis zwischen Eigenverantwortung und staatlicher Fürsorge ist in Deutschland in eine Schieflage geraten. So ist die Erwerbstätigenquote zwischen 1980 und 2006 von rund 70 auf 64 Prozent gesunken.

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Hingegen decken inzwischen fast 26 Prozent der 18- bis 64-Jährigen ihren Lebensunterhalt ganz oder teilweise mit staatlicher Hilfe – 1980 bezogen lediglich knapp 14 Prozent Sozialleistungen wie Arbeitslosengeld II, Bafög und Wohngeld. Am stärksten gestiegen ist der Anteil der Empfänger von beitragsunabhängigen Transfers. Die Zahl der von den Jobcentern betreuten ALG-II-Beziehern etwa machte zuletzt mehr als 10 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung aus. Im Jahr 1980 hatte die so gemessene Arbeitslosen- und Sozialhilfequote noch bei zusammen 1,4 Prozent gelegen.

Die steigende Belastung des Sozialstaats wird noch deutlicher, wenn man die Quoten für die Bevölkerung insgesamt berechnet, Rentner und Kinder also einbezieht: Der Anteil der Leistungsempfänger an allen Bürgern ist zwischen 1980 und 2006 um 15,7 Prozentpunkte auf 37,4 Prozent geklettert – der der Erwerbstätigen dagegen um 2,7 Punkte auf 40,1 Prozent gefallen. Die Quoten der Leistungsträger und -empfänger liegen also inzwischen fast auf gleicher Höhe.

Waltraut Peter
Die Entwicklung der Balance zwischen Erwerbstätigkeit und Sozialleistungsbezug in Deutschland
IW-Trends 1/2008
Teilergebnis des von der informedia-Stiftung – Gemeinnützige Stiftung für Gesellschaftswissenschaften und Publizistik Köln geförderten Forschungsprojekts „Soziale Umverteilung in Deutschland“

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