1. Home
  2. Presse
  3. Pressemitteilungen
  4. Kein deutscher Wettbewerbsvorteil
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Arbeitskosten international Pressemitteilung Nr. 40 20. September 2010

Kein deutscher Wettbewerbsvorteil

Die industriellen Arbeitskosten je Stunde haben sich in Westdeutschland von 2000 bis 2009 im Jahresschnitt um 2,3 Prozent erhöht, im Osten um 2,4 Prozent – international war der Zuwachs nur in Japan, der Schweiz und Kanada geringer. In Frankreich dagegen mussten die Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes in den vergangenen neun Jahren ein jährliches Kostenplus von 3,1 Prozent verkraften. In den USA belief sich das Plus auf 3,3 Prozent und in Großbritannien auf 4,1 Prozent.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Das Argument, Deutschland habe sich mit seiner moderaten Lohnpolitik im vergangenen Jahrzehnt auf den Exportmärkten Wettbewerbsvorteile verschafft und die Binnenkonjunktur vernachlässigt, greift jedoch zu kurz. Denn mit dem Tritt auf die Kostenbremse wurden nicht einmal die Sünden der Vergangenheit wettgemacht. Im Jahr 2009 lagen die Arbeitskosten in der westdeutschen Industrie immer noch um 29 Prozent über dem durchschnittlichen Niveau der fortgeschrittenen Volkswirtschaften – 1991 waren es erst 23 Prozent. Mit 36,05 Euro je Arbeitnehmerstunde schulterten die westdeutschen Industriefirmen außerdem die vierthöchsten Arbeitskosten der Welt. Nur in Norwegen, Belgien und der Schweiz mussten die Unternehmen zuletzt mehr Geld für Löhne und Lohnnebenkosten aufbringen. Ostdeutschland präsentiert sich dagegen nach wie vor als günstiger Standort – dort produziert die Industrie mit Arbeitskosten von 21,11 Euro je Stunde.

Christoph SchröderIndustrielle Arbeitskosten im internationalen Vergleich
IW-Trends 3/2010

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Eine Bewertung mit dem IW-Standortindex
Cornelius Bähr / Hubertus Bardt IW-Trends Nr. 3 20. September 2021

Standort Deutschland nach der Großen Koalition: Eine Bewertung mit dem IW-Standortindex

Durch Digitalisierung und Klimaschutz entsteht ein zusätzlicher fundamentaler Erneuerungsbedarf des Kapitalstocks. Damit die dafür notwendigen Investitionen in Deutschland stattfinden, braucht es attraktive Standortbedingungen für Unternehmen, die im ...

IW

Artikel lesen
Jan Büchel IW-Kurzbericht Nr. 55 25. August 2021

Serious Games und Gamifizierung: Mehr als nur ein Spiel

Der Markt für Videospiele erlebt während der Coronapandemie einen Aufschwung. Zwar halten viele die Games-Branche für eine Nische für Spezialisten. Dabei gibt es innerhalb des Games-Marktes unterschiedliche Segmente. Insbesondere die sogenannten Serious Games ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880