Zehn Jahre EU-Osterweiterung Image
Quelle: joel_420 - Fotolia

Für die acht osteuropäischen Staaten Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowenien, die Slowakei, Tschechien und Ungarn sowie die beiden Mittelmeerinseln Malta und Zypern hat sich der Beitritt zur EU im Jahr 2004 ausgezahlt. Sie entwickelten sich seither in puncto Wirtschaftskraft viel besser als in den Jahren zuvor: Von 1993 bis 2003 reduzierte sich der Rückstand des BIP pro Kopf gegenüber den EU-15-Staaten jährlich nur um etwa 1,9 Prozent. Für 2004 bis 2013 erhöhte sich diese sogenannte Konvergenzrate auf 2,8 Prozent.

Auch andere Kennzahlen belegen eine spürbare Annäherung. So lagen beispielsweise die Bruttoinvestitionen je Einwohner in den Beitrittsländern 2004 im Vergleich zu den EU-15-Staaten bei lediglich 33 Prozent; im Jahr 2012 waren es bereits 42 Prozent. Die Pro-Kopf-Ausgaben für Forschung und Entwicklung stiegen im gleichen Zeitraum von 21 auf 35 Prozent des Niveaus der „alten“ Mitglieder.

Diese positive Entwicklung erklärt sich einerseits dadurch, dass den Beitrittsländern der europäische Binnenmarkt für Waren, Kapital und Personen zu Gute kommt. Andererseits profitieren sie von der Kohäsionspolitik der Europäischen Union, also der Umverteilung innerhalb der Staatengemeinschaft: Im Jahr 2005 zahlten die EU-15-Staaten per Saldo lediglich 68 Millionen Euro an ihre neuen Partner, 2012 waren es 17,8 Milliarden Euro. Der größte Anteil – 9 Milliarden Euro – floss nach Polen.

IW-Trends

Berthold Busch: Zehn Jahre Osterweiterung der Europäischen Union

IconDownload | PDF

Ansprechpartner

The Future of Mercorsur: What’s at stake for the EU?
Veranstaltung, 16. Oktober 2017

Debate The Future of Mercorsur: What’s at stake for the EU?Arrow

The Cologne Institute for Economic Research (IW Köln) and the German Institute for International and Security Affairs – Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) are kindly inviting you to a jointly organised expert exchange on the on-going negotiations for a new trade agreement between the EU and Mercosur. mehr

11. Oktober 2017

Matthias Diermeier Wohlstand: Ohne die Hauptstadt meist geringerArrow

Berlin ist sexy, aber nach wie vor relativ arm – würde man die Hauptstadt und ihre Bewohner herausrechnen, wäre das deutsche Bruttoinlandsprodukt je Einwohner um 0,2 Prozent höher. Im übrigen Europa sieht das Bild jedoch ganz anders aus. mehr auf iwd.de

Eurozone
IW-Nachricht, 27. September 2017

Markus Mill / Jürgen Matthes Eurozone: Macron will zu vielArrow

Emmanuel Macrons Reformvorschläge für die Eurozone schießen über das Ziel hinaus. Sie sind mit Blick auf den Ausgang der Bundestagswahl unrealistisch und überambitioniert. Die Eurozone braucht zunächst ein gemeinsames Verständnis über die elementaren Kernfragen der Eurozone. mehr