Wohnimmobilien in Hamburg Image
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Die IW-Wissenschaftler haben insgesamt 1.766 Häuser und Wohnungen untersucht, die per Online-Anzeige den Besitzer wechselten. Es zeigte sich, dass gerade bei schwacher Nachfrage Preisabschläge üblich waren.

Die aktuell hohe Nachfrage in Hamburg kann diesen Abschlag aber deutlich verringern – oder sogar ins Gegenteil umkehren, zeigt die Analyse: Bei einer attraktiven Wohnung kann es zu einem Bieterwettbewerb kommen, der den tatsächlichen Kaufpreis über den Angebotspreis treibt. „Inserierte Preise stellen häufig nur den Startschuss für Verhandlungen dar“, sagt Ralph Henger, Mitautor der Studie. Um die Entwicklung der Wohnungspreise über die Zeit richtig darzustellen, sei es daher wichtig, auch die tatsächlichen Kaufpreise zu betrachten. „Sonst läuft man Gefahr, die Preise im Aufschwung zu unterschätzen und im Abschwung zu überschätzen.“

Grundlage der Analyse sind zwei verschiedene Datensätze für den Zeitraum Januar 2007 bis März 2014: Die Angebotspreise stammen vom größten Online-Marktplatz für Immobilien in Deutschland, ImmobilienScout24. Die Transaktionsdaten wurden vom größten deutschen Marktplatz für Finanzierungsprodukte, EUROPACE, zur Verfügung gestellt. In einem neuartigen Verfahren führten die IW-Immobilienökonomen die Angebotspreise und die später tatsächlich gezahlten Transaktionspreise anhand der Adresse, der Größe und des Baujahres der Objekte zusammen.

IW-Trends

Ralph Henger / Michael Voigtländer: Transaktions- und Angebotsdaten von Wohnimmobilien – eine Analyse für Hamburg

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Ansprechpartner

Ideen für eine bessere Wohnungspolitik
Gutachten, 16. Oktober 2017

Michael Voigtländer / Ralph Henger Ideen für eine bessere WohnungspolitikArrow

Die Mieten und Preise in den Großstädten steigen stetig weiter und belasten zunehmend die Haushalte. Ursächlich hierfür ist ein starker Zuzug in die Städte und eine zu geringe Bautätigkeit. Um den Markt wieder zu entspannen, bedarf es daher einer deutlichen Ausweitung der Bautätigkeit, etwa über die Erschließung neuer Stadtviertel. Allerdings braucht dies Zeit, weshalb alternative Konzepte benötigt werden. mehr

Wohngeld
IW-Nachricht, 5. Oktober 2017

Ralph Henger / Judith Niehues Das Wohngeld muss zukunftsfest werden Arrow

Nach der Erhöhung des Wohngeldes ist die Zahl der Wohngeldempfänger zuletzt deutlich angestiegen. Das hat das Statistische Bundesamt heute berichtet. Die Reform im vergangenen Jahr war überfällig, reicht aber längst nicht aus. Das Wohngeld sollte weiter gestärkt werden. mehr

IW-DREF-Studentenwohnpreisindex
Gutachten, 2. Oktober 2017

Philipp Deschermeier / Björn Seipelt / Michael Voigtländer StudentenwohnpreisindexArrow

Die stetige Zunahme der Studentenzahlen sowie der Zuzug anderer Bevölkerungsgruppen aus dem In- und Ausland haben zu einer deutlichen Verschärfung der Situation am Wohnungsmarkt geführt. Die Folge sind teils rasant steigende Wohnkostenbelastungen, wie der neue Studentenwohnpreisindex des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln und der Deutschen Real Estate Funds in Kooperation mit ImmobilienScout24 zeigt. mehr