Deutschland noch attraktiver machen Image
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Nach Einschätzung der IW-Forscher gibt es eine ganze Reihe von Ansatzpunkten dafür, die Bundesrepublik im globalen Wettbewerb um qualifizierte Zuwanderer attraktiver zu machen. Besonders wichtig ist demnach die Ansprache potenzieller Zuwanderer schon in ihren Herkunftsländern, z. B. durch Informations- und Jobportale sowie Ansprechpartner und Institutionen vor Ort. Auch Kennenlernaufenthalte könnten die Anziehungskraft der Bundesrepublik als Einwanderungsland erhöhen. Die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse und die Visavergabe müssen zudem transparenter werden. Darüber hinaus plädiert das IW dafür, Zuwanderer bei der Finanzierung von Anerkennungs- und Weiterbildungskosten zu unterstützen.

Mit Blick auf die Serviceorientiertheit der Behörden gegenüber potenziellen Zuwanderern bewertet die Studie das Hamburger Welcome Center als wegweisend. Dieser One-Stop-Shop bündelt verschiedene Behördenkompetenzen an einer Stelle. Zuwanderer können dort ihre Aufenthaltsgenehmigung oder ihre Blue Card beantragen sowie ihren Wohnsitz anmelden und sich bei der Anerkennung ihrer Berufsabschlüsse beraten lassen. Einrichtungen nach diesem Muster seien für "alle Kommunen wünschenswert", so die Studie. Außerdem schlagen die IW-Forscher vor, dass die Behörden auf elektronische Aktenführung umstellen. Das vermeide unnötige Warte- und Bearbeitungszeiten. Antragsteller sollten zudem den Status ihrer Verfahren immer auch online abfragen können.

Justina Alichniewicz / Wido Geis / J. Michaelle Nintcheu
Willkommenskultur – Wie Deutschland für ausländische Fachkräfte attraktiver werden kann
IW-Positionen Nr. 65, Köln 2014, 44 Seiten, 11,80 Euro
Versandkostenfreie Bestellung unter: www.iwmedien.de/bookshop

Ansprechpartner

Arbeit für Flüchtlinge
Gastbeitrag, 22. Juni 2017

Regina Flake in der Welt Arbeit für FlüchtlingeArrow

Wenn Politik und Wirtschaft eng zusammenarbeiten und die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt gelingt, kann Deutschland vom Zuzug profitieren. Den Fachkräfteengpass wird dies aber kurzfristig kaum abmildern, schreibt IW-Ökonomin Regina Flake in einem Gastbeitrag für der Welt. mehr

22. Juni 2017

Berit Schmiedendorf 110.000 neue BundesbürgerArrow

Rund 110.000 Ausländer haben sich im Jahr 2016 in Deutschland einbürgern lassen - gut 3.000 mehr als 2015. In den Jahren 2013 und 2014 war die Zahl der neuen Bundesbürger noch zurückgegangen. mehr auf iwd.de

Es gibt keine Krise bei Facharbeitern
IW-Nachricht, 14. Juni 2017

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Einer neuen OECD-Studie zufolge ist der Anteil von Arbeitsplätzen mit mittlerer Qualifikation auch in Deutschland stark gesunken. Grund ist die Digitalisierung – dafür steigt die Beschäftigung der Hoch- und Niedrigqualifizierten. Allerdings gibt es für diese These zumindest hierzulande keine Belege. mehr