Während einige Themenbereiche wie Strukturwandel, Verteilungsgerechtigkeit, Arbeitslosigkeit oder Ökologie von der Mehrzahl der Bücher ausführlich behandelt werden, kommen andere Aspekte viel zu kurz: So spielt die unternehmerische Selbstständigkeit lediglich in 18 Prozent des Lektürekanons eine Rolle. Auf diese Weise bleiben Unternehmen und Unternehmer als Akteure im Wirtschaftsprozess weitgehend unbeleuchtet. Auch so naheliegende Inhalte wie der eigenverantwortliche Umgang mit Geld kommen selten vor. Zudem gibt es bei einer Reihe von Schulbüchern auch handwerkliche Mängel – manche verwenden veraltetes statistisches Material, andere haben weder ein Register noch ein Glossar und erschweren damit unnötig das eigenständige Lernen.

Helmut E. KleinUnternehmer und Soziale Marktwirtschaft in Lehrplan und SchulbuchDer Beitrag gesellschaftswissenschaftlicher Fächer zur ökonomischen BildungBundesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT, Köln 2011