Staatliche Umverteilung Image
Quelle: Fotolia

Das untere Einkommensfünftel empfängt somit deutlich mehr Transferleistungen als es an Steuern und Sozialbeiträgen zahlt. Deutschland belegt damit Platz fünf im EU-Ranking hinter Irland, Finnland, Dänemark und Schweden. Die Bundesrepublik habe nicht nur vergleichsweise hohe Abgaben und Transfers, sondern diese werden auch zielgerichtet von oben nach unten umverteilt, heißt es in der Untersuchung.

Die Hauptfinanziers der Transferzahlungen, das obere Einkommensfünftel, werden in den EU-Staaten unterschiedlich stark zur Kasse gebeten. Gemessen an seinem Nettoeinkommen führt das obere Einkommensfünftel in Deutschland mehr als 36 Prozent an Steuern und Sozialbeiträgen ab. Es erhält im Gegenzug einen Renten- und Transferanteil in Höhe von gut 19 Prozent. Im Saldo zahle das obere Einkommensfünftel in Deutschland mehr als 17 Prozent seines Nettoeinkommens. Im EU-Vergleich belegt die Bundesrepublik damit einen Platz im oberen Drittel. „Deutschland erreicht eine deutlich überdurchschnittliche Belastung bei den oberen Einkommen“, resümiert die Studie. Die größten Nettozahler im höheren Einkommensbereich seien die Niederländer mit 38 Prozent, gefolgt von den Dänen mit 36 Prozent und den Briten mit 24 Prozent.

Judith Niehues
Staatliche Umverteilung in der Europäischen Union
IW-Trends 1/2013

Ansprechpartner

Free Trade between Europe and Japan – hope for global prosperity
Gastbeitrag, 20. Juni 2017

Hubertus Bardt on KKC International Platform Free Trade between Europe and Japan – hope for global prosperityArrow

In an environment with growing protectionism and the danger of economic disintegration and shocks for the global trade policy system, a free trade agreement between Japan and Europe could set a positive example. Progress in the negotiations are necessary to foster growth and prosperity and to send a message to other countries, that modern market economies rely on good trade relations. mehr

20. Juni 2017

Interview mit Tobias Paulun „Mit einem liquiden Markt sollte man nicht spielen“Arrow

Damit die EU eines Tages eine Energieunion mit grenzüberschreitendem Handel und einer gemeinsamen Energiepolitik wird, hat die EU-Kommission in ihrem neuen „Strommarktdesign“ unter anderem vorgeschlagen, die Preiszonen im Strommarkt neu zu definieren. Was die European Energy Exchange (EEX) davon hält, erläutert Tobias Paulun, Mitglied des EEX-Vorstands, im iwd. Zunächst aber erklärt er, was die Energiebörse in Leipzig überhaupt macht. mehr auf iwd.de

Brexit
IW-Nachricht, 19. Juni 2017

Jürgen Matthes Brexit: Missverständnisse vermeidenArrow

Fast ein Jahr nach dem Referendum beginnen heute die Brexit-Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU. Die Lage scheint vertrackt, doch in der öffentlichen Debatte wird die bisherige Position der britischen Regierung häufig missverstanden – und damit auch die Chancen für konstruktive Verhandlungen übersehen. mehr