Der Immobilienwirtschaft droht Schaden Image
Quelle: Kitty - Fotolia

So sollen ab 2016 nicht nur Banken, sondern auch europäische Versicherungsunternehmen strenger reguliert werden. Eine Folge des neuen Richtlinienwerks mit dem Namen Solvency II ist, dass Versicherer künftig für bestimmte Kapitalanlagen mehr Eigenkapital vorhalten müssen. Auch Immobilien werden dabei als riskante Anlagen bewertet; für sie sind künftig pauschal 25 Prozent Eigenkapital zu hinterlegen.

Bislang sind die realwirtschaftlichen Folgen dieser neuen Regulierung weitgehend unbeachtet geblieben. Nach Experten-Befragungen, die das IW durchgeführt hat, erwägen aber bereits einige Versicherungsunternehmen, langfristig aus dem Immobiliengeschäft auszusteigen, weil diese Anlageform deutlich an Attraktivität verliert. Dabei sind Versicherer mit ihren direkten und indirekten Investitionen wichtige Geldgeber für die Immobilienwirtschaft. Allein deutsche Erstversicherer halten Immobilien und Grundstücke im Wert von rund 27 Milliarden Euro in ihrem Portfolio – die meisten davon in Deutschland.

Die IW-Wissenschaftler sprechen sich deshalb dafür aus, die Solvency- II-Regelung wegen der negativen realwirtschaftlichen Folgen zu überarbeiten. Andernfalls könnten dem deutschen Immobilienmarkt wichtige stabilitätsorientierte Investoren verloren gehen.

Heide Haas / Kirill Pomogajko / Michael Voigtländer
Die Folgen von Solvency II für die Immobilienwirtschaft
IW-Trends 4/2013

Finanzmarktexperten erwarten stabile Aktienkurse und steigende Zinsen
Gastbeitrag, 22. Mai 2017

Markus Demary auf wallstreet-online.de Finanzmarktexperten erwarten stabile Aktienkurse und steigende Zinsen Arrow

Die Experten von Banken und Versicherungen erwarten, dass die Zinsen im kommenden Quartal weiter steigen. Zugleich rechnen sie mit einem höheren Ölpreis und einem schwächeren Euro. Das geht aus dem ersten IW Financial Expert Survey des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln hervor. Er führt den früheren Prognosetest des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) fort. mehr

IW-Report
IW-Report, 19. Mai 2017

Markus Demary IW Financial Expert Survey – 2. Quartal 2017Arrow

Das IW Köln hat im 2. Quartal 2017 den Prognosetest des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) übernommen. Dieses führte seit Anfang 2001 quartalsweise diese Umfrage unter Finanzmarktexperten mit dem Ziel durch, der Öffentlichkeit einen Überblick über die Prognosen der Banken und deren Prognosegüte zu geben. Der Prognosetest heißt nun IW Financial Expert Survey. mehr

Erster IW Financial Expert Survey
Pressemitteilung, 19. Mai 2017

Markus Demary Finanzmarktprognose: Erster IW Financial Expert SurveyArrow

Die Experten von Banken und Versicherungen erwarten, dass die Zinsen im kommenden Quartal weiter steigen. Zugleich rechnen sie mit einem höheren Ölpreis und einem schwächeren Euro. Das geht aus dem ersten IW Financial Expert Survey des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hervor. Er führt den früheren Prognosetest des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) fort. mehr