Sharing Economy Image
Egal ob Autos, Schlafplätze oder Bücher: Unter dem Stichwort Sharing Economy wird mehr denn je geteilt. Quelle: Mario Vender – Fotolia

Während es im Schnitt nur fünf Tage dauert, ein Unternehmen in den USA anzumelden, müssen sich Gründer in Europa durchschnittlich zwölf Tage mit den Behörden beschäftigen. Auch der Zugang zu Risikokapital ist in Europa deutlich schwieriger als etwa in den USA, Israel oder Südkorea. Die Bereitstellung von Risikokapital müssten viele europäischen Regierungen deshalb ernster und konsequenter fördern, heißt es im IW-Papier. Als gutes Beispiel nennen die Ökonomen Großbritannien, das die Bereitstellung von Risikokapital steuerlich begünstigt. Doch auch andere Staaten haben bereits einen attraktiven Rahmen für Private Equity Fonds und andere Investoren geschaffen – im Gegensatz zu Deutschland.

Ein weiteres Problem: Es ist in vielen Märkten unklar, ob Sharing-Economy-Unternehmen an die gleichen Regeln gebunden sind wie traditionelle Firmen. Erstere bringen oft individuelle Anbieter und Nachfrager von Produkten und Dienstleistungen zusammen. Deshalb sind sie der Meinung, dass die bestehende Regulierung für sie nicht passt. Aus diesem Grund empfiehlt das IW Köln von den hiesigen Wettbewerbsbehörden, belastbare Analysen zum Status Quo der Regulierungen zu erstellen. Darüber hinaus sollten die europäischen Staaten über einheitliche Regulierungen nachdenken. Denn neue Unternehmen, die in ganz Europa aktiv werden wollen, könnten dadurch ihre Anpassungskosten deutlich senken.

IW policy paper

Vera Demary: Competition in the Sharing Economy

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Interview, 21. August 2017

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Das Privacy Paradox: Digitalisierung versus Privatsphäre
IW-Kurzbericht, 14. August 2017

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