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Kupfer Quelle: Fotolia

Jedes fünfte Unternehmen sieht dadurch seine Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigt. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, deren Ergebnisse das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) heute in Berlin vorgestellt hat. Danach befürchtet mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen negative Auswirkungen, wenn zum Beispiel ein Lieferant von Metallen längerfristig ausfällt. Dennoch fehlt in immerhin jedem zehnten Industrieunternehmen eine Absicherungsstrategie für den Fall, dass Rohstofflieferungen ausbleiben. Bei den kleinen Unternehmen steht sogar jede vierte Firma ohne Plan B da.

Vielen Risiken auf den Rohstoffmärkten kann nach Angaben der IW-Forscher nicht durch die Unternehmen, sondern nur durch die Politik begegnet werden. Diese müsse durch internationale Freihandelsabkommen gegen Protektionismus, Exportsteuern und ähnlich marktwidrige Tendenzen vorgehen. Die europäischen Länder sollten zudem ihre Politik in Sachen Rohstoffe und Energie besser koordinieren, um bei internationalen Verhandlungen mehr Gewicht zu haben. Zudem gelte es, Recyclingtechniken zu verbessern, Ersatzstoffe zu erforschen und die Materialeffizienz zu erhöhen. Angesichts des hohen Preisniveaus bei Rohstoffen warnen die IW-Forscher vor weiteren Kostenbelastungen der Unternehmen. Ausdrücklich verweisen sie dabei auf die Energiepolitik.

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Industriemetallpreis-Index
Gastbeitrag, 15. August 2017

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Im Juli haben die Preise für die wichtigsten Importmetalle der deutschen Industrie wieder leicht zugelegt, nachdem sie zuvor vier Monate in Folge gesunken waren, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung. Ohne die starke Aufwertung des Euro in Relation zum Dollar wäre der Anstieg allerdings noch viel deutlicher ausgefallen. mehr

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Für Branchen wie die Hersteller von Windkraftanlagen sind Seltene Erden ein wichtiger Rohstoff. Weltweit größter Produzent der begehrten Metalle ist China. Als das Land 2010 Exportquoten ankündigte, schossen die Preise kurzzeitig in astronomische Höhen. Im Rückblick betrachtet war diese Preis-Rallye ein wichtiger Weckruf. mehr auf iwd.de

IW-Trends, 25. Juli 2017

Berthold Busch Produktions- und Lieferverflechtungen zwischen britischen Branchen, der EU und DeutschlandArrow

Geht es nach der britischen Regierung, wird das Vereinigte Königreich mit dem Austritt aus der Europäischen Union auch den Binnenmarkt und die Zollunion verlassen. Das bedeutet, dass der Warenhandel zwischen beiden Wirtschaftsräumen künftig durch nicht-tarifäre Handelshemmnisse, im schlimmsten Fall sogar durch Zölle behindert wird. Dies hat möglicherweise nicht nur Mehrkosten für den Endverbraucher zur Folge. mehr