Regionalranking Image
An den bayerischen Spitzen führt in der deutschen Wirtschaft kaum ein Weg vorbei. Sie schrauben sich ähnlich hoch wie der Maibaum auf dem Viktualienmarkt. Foto: Rocky89/iStock

Vollbeschäftigung – dieses wirtschaftliche Ideal ist in einigen Regionen Deutschlands in greifbarer Nähe. In Teilen Bayerns und Baden-Württembergs, aber auch im Süden Niedersachsens und im Westen von Rheinland-Pfalz liegt die Arbeitslosenquote bei höchstens 4 Prozent. Nach Berechnungen der IW Consult, einer Tochter des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), bleibt der Landkreis München die erfolgreichste Region hierzulande.

Vor allem Regionen mit einer innovativen Wirtschaft entwickeln sich positiver als der Durchschnitt, können aber gleichzeitig ihren Bedarf an Fachkräften immer seltener decken. Studien des IW Köln zeigen, dass Engpässe selbst bei Facharbeitern bestehen, die zunächst nur geringe Deutschkenntnisse brauchen. Dazu zählen LKW-Fahrer, Bäcker oder Köche. Hier könnten Flüchtlinge Lücken schließen, sagt die IW Consult. Für die benötigte schnelle Integration können die starken Regionen zudem mehr Geld investieren.

Dagegen kämpfen viele Regionen im Westen Deutschlands mit wirtschaftlichen Problemen – von den schlechtesten zehn Kreisen und Städten sind alleine fünf aus dem Ruhrgebiet. Schlusslicht des Regionalrankings ist Duisburg. Mit Wilhelmshaven, Neumünster, Flensburg und Bremerhaven liegen zudem vier Städte aus Norddeutschland ganz hinten. „Die schwachen Regionen drohen den Anschluss zu verlieren, wenn sie nicht gegensteuern“, warnt Hanno Kempermann von der IW Consult.

Im Regionalranking 2016 hat die IW Consult die sozio-ökonomische Lage in allen 402 Städten und Kreisen Deutschlands untersucht. Im Dynamikranking wird die wirtschaftliche Entwicklung der Regionen seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 analysiert.

Volkswagen, BMW und Audi prägen die Standorte

Platzierung der Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland. Die blau markierten Punkte weisen die zehn höchstplatzierten Regionen aus, die rot markierten die zehn schwächsten. Klicken Sie die verschiedenen Regionen an, um zu erfahren, wie sie in den Kategorien Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt und Lebensqualität abgeschnitten haben.

IW-Trends

Michael Bahrke / Hanno Kempermann / Katharina Schmitt: Große Unterschiede in der Leistungsfähigkeit – Ergebnisse des IW-Regionalrankings 2016

IconDownload | PDF

Ansprechpartner

Geschlechterverhältnisse und Geburten in den deutschen Regionen
IW-Report, 26. Oktober 2017

Wido Geis / Katrin Orth Geschlechterverhältnisse und Geburten in den deutschen RegionenArrow

Für das generative Verhalten einer Bevölkerung ist die zusammengefasste Geburtenziffer der gängige Indikator. Diese nimmt allerdings nur die Frauen in den Blick. Das generative Verhalten der Männer kann sich bei sehr ungleichen Geschlechterverhältnissen aber deutlich anders darstellen. mehr

12. Oktober 2017

Agnes Millack Vielfältiges AbendprogrammArrow

Eine interessante Region zeichnet sich nicht nur durch gute Arbeitsmöglichkeiten aus, sondern auch durch ein ansprechendes und umfangreiches Kultur- und Freizeitangebot. Die größte Dichte gibt es im Saarland. Am vielfältigsten ist eine kleine Stadt in Rheinland-Pfalz. mehr auf iwd.de

28. Juni 2017

Hanno Kempermann Abwassergebühren: Kanal fatal Arrow

Die Preise, die Verbraucher für die Entsorgung von Abwässern zahlen müssen, variieren je nach Wohnort um mehrere Hundert Euro jährlich. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der IW Consult, die im Auftrag des Eigentümerverbands Haus & Grund ein Abwasserranking für Deutschlands 100 größte Städte erstellt hat. mehr auf iwd.de