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Zu den Niedriglöhnern gehört hierzulande, wer aktuell weniger als 9 Euro brutto pro Stunde verdient. Das traf 2010 auf rund 22 Prozent der Beschäftigten in der Bundesrepublik zu. Zwar ist dieser Anteil seit dem Jahr 2007 leicht rückläufig, doch im Vergleich zu 1997 sind das 5 Prozentpunkte mehr. In die Armut abgerutscht sind dadurch trotzdem die Wenigsten, im Gegenteil: Durchschnittlich knapp 59 Prozent der ehemals armutsgefährdeten Personen, die einen Niedriglohnjob aufnahmen, schafften es, dadurch aus ihrer prekären Lage herauszukommen. Und auch andersherum gilt: Die meisten Menschen, die vor ihrem Eintritt in den Niedriglohnsektor nicht arm waren, wurden das auch später mit dem Job nicht. Lediglich gut 6 Prozent der zuvor nicht armen Personen, die in einen Niedriglohnjob wechselten, hatten nach ihrer Arbeitsaufnahme mit Armutsproblemen zu kämpfen.

Holger Schäfer, Jörg Schmidt
Der Niedriglohnsektor in Deutschland – Entwicklung, Struktur und individuelle Erwerbsverläufe
IW-Analysen Nr. 77, Köln 2012, 62 Seiten, 18,90 Euro.
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Ansprechpartner

Teilzeitarbeit
IW-Nachricht, 29. März 2017

Teilzeitarbeit Rückkehrrecht in Vollzeit ist überflüssigArrow

Die Bundesregierung möchte Teilzeitbeschäftigten ein Recht auf eine Rückkehr in Vollzeit einräumen – darüber berät heute erneut der Koalitionsausschuss. Dabei wird übersehen: Unfreiwillige Teilzeit aus betrieblichen Gründen ist eher die Ausnahme. mehr

Soziale Mobilität
IW-Pressemitteilung, 27. März 2017

Soziale Mobilität Stabiler NiedriglohnsektorArrow

Im Bundestagswahlkampf rücken die Themen Gerechtigkeit und Verteilung wieder stärker in den Blick. Häufig geht es um die Sorge vor sozialem Abstieg und Armutsgefährdung. Doch entgegen vieler Erwartungen zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW): Die Zahl der Geringverdiener ist seit Jahren stabil. mehr

Ruf nach Regulierung
IW-Gewerkschaftsspiegel, 30. November 2016

Hannah Busshoff Crowdworking: Ruf nach RegulierungArrow

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales initiierten Dialogs „Arbeit 4.0“ werden gegen Ende dieses Jahres Vorschläge präsentiert, wie die sozialen Bedingungen und Spielregeln der zukünftigen Arbeitsgesellschaft gestaltet werden sollen. Dabei wird auch über eine Regulierung des Crowdworkings diskutiert. mehr