„Auf die Finanzkrise lernend reagieren“ Image
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Im Interview mit dem iwd, dem wöchentlichen Informationsdienst des Instituts, betont Hüther aber auch, dass er die momentane Krise für einen heilsamen Prozess hält. Denn viele Länder seien mit ihrem Fehlverhalten zu lange durchgekommen. Die vergangenen Monate hätten gezeigt, dass die Märkte das Fehlverhalten nicht mehr tolerieren. Entsprechend sei die konsequente Konsolidierung in den Defizitländern inklusive automatischer Sanktionen und Schuldenbremsen ohne Alternative: „Die Rettungsmechanismen EFSF und ESM signalisieren nicht nur Handlungsfähigkeit, sie füllen auch eine institutionelle Lücke in der Eurozone“, so der IW-Direktor.

Hüther stellt allerdings auch fest, dass es sich bei der Schieflage in Europa primär nicht um eine Euro-Krise, sondern um eine Krise der politischen Akteure in der Währungsunion handle. Die Kritik an der Wirtschaftsordnung selbst kann der IW-Direktor indes nicht nachvollziehen: „Es gibt jenseits der Grundsatzentscheidung zwischen Markt- und Planwirtschaft nicht die eine Wirtschaftsordnung. Wirtschaftsordnungen unterliegen Lernprozessen, sie verändern sich. Und auch heute müssen wir auf die Finanzkrise lernend reagieren.“

Free Trade between Europe and Japan – hope for global prosperity
Gastbeitrag, 20. Juni 2017

Hubertus Bardt on KKC International Platform Free Trade between Europe and Japan – hope for global prosperityArrow

In an environment with growing protectionism and the danger of economic disintegration and shocks for the global trade policy system, a free trade agreement between Japan and Europe could set a positive example. Progress in the negotiations are necessary to foster growth and prosperity and to send a message to other countries, that modern market economies rely on good trade relations. mehr

20. Juni 2017

Interview mit Tobias Paulun „Mit einem liquiden Markt sollte man nicht spielen“Arrow

Damit die EU eines Tages eine Energieunion mit grenzüberschreitendem Handel und einer gemeinsamen Energiepolitik wird, hat die EU-Kommission in ihrem neuen „Strommarktdesign“ unter anderem vorgeschlagen, die Preiszonen im Strommarkt neu zu definieren. Was die European Energy Exchange (EEX) davon hält, erläutert Tobias Paulun, Mitglied des EEX-Vorstands, im iwd. Zunächst aber erklärt er, was die Energiebörse in Leipzig überhaupt macht. mehr auf iwd.de

Brexit
IW-Nachricht, 19. Juni 2017

Jürgen Matthes Brexit: Missverständnisse vermeidenArrow

Fast ein Jahr nach dem Referendum beginnen heute die Brexit-Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU. Die Lage scheint vertrackt, doch in der öffentlichen Debatte wird die bisherige Position der britischen Regierung häufig missverstanden – und damit auch die Chancen für konstruktive Verhandlungen übersehen. mehr