Wer die Demokratie in Entwicklungsländern fördern und die Armut dort effektiver bekämpfen will, muss beides durch finanzielle Anreize verzahnen und damit Wettbewerb schaffen – das ist die Leitidee von Christof Altmanns neuem Konzept für die Vergabe von Entwicklungsgeldern. Diese Staaten sollten nach einheitlichen Kriterien für erfolgreiche Reformen bei Rechtsstaatlichkeit, politischer Freiheit und Demokratie honoriert werden. So entstehe zwischen diesen Ländern ein Wettbewerb um die größtmöglichen Fortschritte. Altmann, 1979 in Hamburg geboren, promovierte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Volkswirtschaftslehre. Er leitet seit 2011 das Geschäftsfeld Standortpolitik der IHK Halle-Dessau und ist deren Pressesprecher.

In seiner Festrede zur Preisverleihung in Berlin beschäftigte sich der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann mit Fragen einer ökologisch-sozialen Marktwirtschaft. „Angesichts dramatischer ökologischer Herausforderungen müssen wir uns heute über das ,Wie‘ des zukünftigen wirtschaftlichen Wachstums Gedanken machen“, so Kretschmann. Um intelligentes Wachstum zu befördern, sei es notwendig, den Energie- und Ressourcenverbrauch vom wirtschaftlichen Wachstum zu entkoppeln und Innovationen anzuregen. „Dazu braucht es kreative Unternehmen und einen politischen Ordnungsrahmen, der Anreize schafft“, so der Ministerpräsident.

Den Max-Weber-Ausbildungspreis 2014 erhält Samuel Stäbler für seine Masterarbeit über die Auswirkungen von ethischem und sozialem Fehlverhalten von Unternehmen. Der 1988 in Karlsruhe geborene Wissenschaftler hat untersucht, wie negative Schlagzeilen das Image von Firmen oder Marken beschädigen. Stäbler ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität zu Köln im Bereich Marketing und Marktforschung.

Der mit insgesamt 9.000 Euro dotierte Max-Weber-Preis für Wirtschaftsethik wurde von dem Wuppertaler Unternehmer Klaus Tesch gestiftet. Ausschreibung und Organisation des Preises liegen beim Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW).

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