Die Städte sehen ihre Chancen Image
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Das ergab eine Befragung von über 300 Kommunen durch das Institut der deutschen Wirtschaft Köln. Im Bereich der kommunalen Energieversorgung hingegen gewinnen mehr als die Hälfte der Umweltdezernenten und Bürgermeister dem Klimawandel vor allem positive Seiten ab. Acht von zehn Befragten aus dieser Gruppe weisen darauf hin, dass der fortschreitende Klimawandel den Ausbau der erneuerbaren Energien vorantreibt. Grund: Die Akzeptanz CO2-armer und dezentraler Energieversorgungsstrukturen nimmt weiter zu. Durch den verstärkten Einsatz von Solar, Windkraft und Biogas wiederum ändert sich die Struktur der energiewirtschaftlichen Wertschöpfung. Davon hoffen viele Gemeinden, einen zunehmenden Teil in ihrer jeweiligen Region halten zu können und wirtschaftlich von staatlichen Fördergeldern zu profitieren.

Rund ein Viertel der Befragten sieht im Klimawandel freilich zuerst eine Gefahr für die Energieversorgung der eigenen Kommune. So wird beispielsweise mit einer erhöhten Energienachfrage gerechnet, um in langen Hitzeperioden die Klimatisierung von Wohnungen und Fabriken sicherzustellen. Zum Negativszenario gehören auch Schäden an Stromnetzen durch Blitzeinschläge, Schnee oder Eislasten. Ebenso könnten freistehende Wind- und Solaranlagen extremen Wetterereignissen nicht gewachsen sein.

Esther Chrischilles
Auswirkungen des Klimawandels auf die Energieversorgung in deutschen Gemeinden
IW-Trends 4/2012

7. November 2017

Interview mit Jürgen Hacker „Nationale Alleingänge sind in der Klimapolitik kontraproduktiv“Arrow

Immer wieder wird das Emissionshandelssystem der EU dafür kritisiert, das Klima nicht ausreichend zu schützen. Doch trotz einiger Unzulänglichkeiten ist es für den Umweltökonomen Jürgen Hacker der beste Weg, um die Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Im iwd-Interview erklärt der Vorsitzende des Bundesverbands Emissionshandel und Klimaschutz (bvek), wie sich der Zertifikatehandel noch optimieren ließe. mehr auf iwd.de

6. November 2017

Benjamin Tischler Klimapolitik: Worthülsen mit Inhalt füllen Arrow

Vom 6. bis zum 17. November schaut die Welt gebannt auf Bonn. Denn auf der 23. UN-Klimakonferenz geht es darum, die bislang überwiegend vagen Worthülsen des Pariser Klimaabkommens mit konkreten Regelungen zu füllen. Je schneller dies gelingt, desto früher können Klimaschutzverpflichtungen verhandelt werden. Die Zeit drängt, denn ohne rasche und drastische Emissionsreduktionen kann die globale Erwärmung nicht auf 2 Grad Celsius begrenzt werden. mehr auf iwd.de

Geschlechterverhältnisse und Geburten in den deutschen Regionen
IW-Report, 26. Oktober 2017

Wido Geis / Katrin Orth Geschlechterverhältnisse und Geburten in den deutschen RegionenArrow

Für das generative Verhalten einer Bevölkerung ist die zusammengefasste Geburtenziffer der gängige Indikator. Diese nimmt allerdings nur die Frauen in den Blick. Das generative Verhalten der Männer kann sich bei sehr ungleichen Geschlechterverhältnissen aber deutlich anders darstellen. mehr