Ohne Asien geht es nicht Image
Smog über Schanghai: China verursacht weltweit die meisten CO2-Emissionen. Foto: George Clerk/iStock

Am 12. Dezember endet die Weltklimakonferenz in Paris und damit das Ringen um ein Kyoto-Folgeabkommen zur Begrenzung der Erderwärmung. In den letzten Verhandlungstagen hatte sich eine "Koalition der Ehrgeizigen" gebildet. Die Europäische Union setzte sich gemeinsam mit den USA, zahlreichen Entwicklungsländern und Inselstaaten für ambitionierte Klimaschutzziele ein. Erdölexportierende Länder wie Saudi-Arabien, Venezuela und Russland standen der Gruppe skeptisch gegenüber, und auch die großen Schwellenländer China und Indien gingen auf Distanz.

Doch ohne die aufstrebenden Staaten Asiens wird kein wirksamer Klimaschutz gelingen. Mittlerweile gehören sechs asiatische Länder zu den zehn größten Klimasündern. Wie viel die einzelnen Länder emittieren, aus welchen Quellen sich der Ausstoß speist und wie er sich entwickelt hat, zeigt eine interaktive Grafik des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. Während Europa den CO2-Ausstoß aus fossilen Brennstoffen seit 1990 um rund 700 Millionen Tonnen gesenkt hat, legte Asien um 10.000 Millionen Tonnen zu. Unter dem Strich sind die Emissionen seit 1990 weltweit um rund 50 Prozent auf 32.000 Millionen Tonnen im Jahr 2013 gestiegen.

Dieser Entwicklung ließe sich etwas entgegensetzen, wenn der auf europäischer Ebene bewährte Emissionshandel zumindest auf die größten Verursacher übertragen würde. Tatsächlich hat China angekündigt, das Instrument im Jahr 2017 einzuführen. Der Emissionshandel setzt Anreize zur Einsparung von Treibhausgasen, verhindert Wettbewerbsverzerrungen durch einen einheitlichen Preis und erlaubt es, ein festgelegtes Emissionsziel mit den geringst möglichen Kosten zu erreichen. Wie erfolgreich das Instrument ist, hängt ab von der politisch festgelegten Obergrenze für Emissionen und damit vom Ehrgeiz der Regierung.

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Free Trade between Europe and Japan – hope for global prosperity
Gastbeitrag, 20. Juni 2017

Hubertus Bardt on KKC International Platform Free Trade between Europe and Japan – hope for global prosperityArrow

In an environment with growing protectionism and the danger of economic disintegration and shocks for the global trade policy system, a free trade agreement between Japan and Europe could set a positive example. Progress in the negotiations are necessary to foster growth and prosperity and to send a message to other countries, that modern market economies rely on good trade relations. mehr

Kein Grund zur Panik
Gastbeitrag, 8. Juni 2017

Christian Rusche auf n-tv.de Kein Grund zur PanikArrow

Unsichere Zeiten für die deutsche Wirtschaft. Mit den USA und Großbritannien wandeln sich gleich zwei Handelspartner zu Wackelkandidaten. Auf der Suche nach neuen Beziehungen richtet sich der Blick nach China. Ein Gastbeitrag von Christian Rusche, Wissenschaftler im Institut der deutschen Wirtschaft Köln. mehr

Chinesische Investoren
Pressemitteilung, 6. Juni 2017

Christian Rusche Chinesische Investoren in KauflauneArrow

Chinesische Unternehmen investieren jährlich Milliarden in Deutschland. Dabei setzen sie immer stärker auf die direkte Übernahme hiesiger Firmen, zeigt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer Studie. Vor allem der Maschinenbau ist im Visier der asiatischen Konkurrenz. mehr