Ihre immer stärkere Stellung verdanken die Regionalflughäfen nicht zuletzt den Billigcarriern. Im Hunsrückdörfchen Hahn, wo Ryanair eine Basis unterhält, stieg die Zahl der Passagiere in der vergangenen Dekade jedes Jahr um 62 Prozent. Dort ist das Konzept aufgegangen, den ehemaligen Militärflugplatz einer zivilen Nutzung zuzuführen. Die Landebahnen in der Provinz sind Jobmaschinen. Pro eine Million Passagiere entstehen an den Flughäfen direkt 1.000 Arbeitsplätze. Hinzu kommen noch einmal circa 2.000 Stellen durch Gewerbeansiedlungen im Umfeld der Pisten. Insgesamt bieten die 19 Regionalflughäfen demnach knapp 100.000 Menschen Lohn und Brot – und das zumeist in strukturschwachen Regionen.

Klaus-Heiner Röhl
Regionalpolitische Aspekte der Flughafeninfrastruktur
IW-Trends 4/2009