IW-Strukturbericht Image
International kann Deutschland vor allem mit seiner Offenheit gegenüber dem Welthandel punkten. Foto: TommL/iStock

Länder, die Handelsbarrieren abbauen, Bildung und Forschung fördern, sich digitalisieren und untereinander vernetzen, wachsen stärker als Länder, die das nicht tun. Das ist ein zentrales Ergebnis des ersten IW-Strukturberichts, in dem die Forscher Deutschland mit 22 anderen Wirtschaftsnationen verglichen haben. Anders als in den meisten anderen Staaten hat die Industrie in Deutschland einen großen Stellenwert. Die Daten zeigen allerdings, dass es keine per se überlegene Wirtschaftsstruktur gibt. IW-Ökonomin Vera Demary: „Es kommt nicht darauf an, was man produziert, sondern wie man produziert.“

International kann Deutschland vor allem mit seiner Offenheit gegenüber dem Welthandel punkten, auch bei der Vernetzung und im Bereich Bildung hat sich Deutschland seit 1995 verbessert. Potenziale gibt es noch beim Thema Industrie 4.0: Mehr als vier von fünf Unternehmen haben sich noch nicht ernsthaft damit beschäftigt – auch wegen des stockenden Breitbandausbaus.

Um weiter wettbewerbsfähig zu bleiben – insbesondere, wenn die Weltwirtschaft künftig langsamer wächst – sind Politik und Unternehmen gleichermaßen gefragt, mahnt IW-Forscherin Demary: „Die Politik muss die Märkte weiter öffnen und Freihandelsverträge, insbesondere TTIP, vorantreiben.“ Zugleich müssen Firmen innovative Mitarbeiter stärker unterstützen. Die Politik sollte zudem über zusätzliche steuerliche Innovationsanreize nachdenken. Außerdem müsse sie die Infrastruktur viel engagierter ausbauen, gerade mit Blick auf die Verfügbarkeit von schnellem Internet.

Twitter

Erster IW-Strukturbericht

Hubertus Bardt / Roman Bertenrath / Vera Demary / Manuel Fritsch / Michael Grömling / Hans-Peter Klös / Galina Kolev / Rolf Kroker / Karl Lichtblau / Jürgen Matthes / Agnes Millack / Axel Plünnecke / Oliver Stettes: Digitalisierung, Vernetzung und Strukturwandel – Wege zu mehr Wohlstand

IconDownload | PDF

Ansprechpartner

Immobilienkredite
Pressemitteilung, 16. November 2017

Barbara Engels / Michael Voigtländer Immobilienkredite: Konkurrenz aus dem InternetArrow

FinTechs und Online-Plattformen drängen immer stärker auf den Kreditmarkt. Ein Gutachten des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt: Banken müssen flexibler werden, um den Trend nicht zu verpassen. Denn die neuen Wettbewerber und Technologien bieten vor allem Kunden viele Vorteile. mehr

15. November 2017

Alexander Weber Die Medien-Hits der KidsArrow

Schon Kinder hängen heute nur noch noch am Smartphone? Von wegen! Es mag auch etwas mit der elterlichen Fürsorge zu tun haben, aber: Am beliebtesten bei den 4- bis 13-Jährigen sind ganz traditionelle Medien. mehr auf iwd.de

Gutachten
Gutachten, 14. November 2017

Barbara Engels / Michael Voigtländer Digitalisierung und ImmobilienfinanzierungArrow

Die digitale Transformation verändert nahezu alle Bereiche des Lebens und des Wirtschaftens und hat ebenfalls Auswirkungen auf die Immobilienwirtschaft. Die vorliegende Studie untersucht die derzeitige und zu erwartende Rolle der Digitalisierung für die Immobilienfinanzierung in Deutschland auf der Basis von Expertengesprächen mit Repräsentanten von Banken und FinTech-Unternehmen sowie externen Beratern. mehr