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Der Konsum wird das deutsche Wirtschaftswachstum tragen, prognostiziert das IW. Foto: kickers/iStock

Die Anzahl der Beschäftigten ist so hoch wie nie, Grund- und Kinderfreibetrag werden erhöht und die kommende Rentenerhöhung wird saftig. Hinzu kommen die monetären Transfers an Flüchtlinge, das Niedrigzinsumfeld und eine dank niedriger Energiepreise minimale Inflation. Deswegen wird der Inlandskonsum das deutsche Wirtschaftswachstum im kommenden Jahr tragen, prognostiziert das IW Köln. Andere Entwicklungen – wie die wirtschaftliche Lage in den zentralen Schwellenländern – geben dagegen wenig Grund zum Optimismus oder sind, wie die Folgen der massiven Zuwanderung nach Deutschland, nicht verlässlich abzuschätzen.

Laut IW-Konjunkturumfrage erwarten aktuell nur knapp 26 Prozent der Unternehmen für 2016 steigende Exporte. Im Frühjahr 2015 waren es noch gut 32 Prozent gewesen. Rund 28 Prozent der Firmen gehen für 2016 davon aus, dass sie mehr Mitarbeiter beschäftigen werden als im Moment, 17 Prozent erwarten weniger Jobs. Durch den Flüchtlingszustrom, so die IW-Konjunkturprognose weiter, wird sich die Arbeitslosenquote dennoch leicht auf gut 6 ½ Prozent erhöhen, wobei die Beschäftigung zeitgleich auf jahresdurchschnittlich 43,25 Millionen Personen zulegen wird.

Um die deutsche Wirtschaft zu stimulieren, fordern die IW-Konjunkturforscher von der Politik mehr Mut zur Flexibilität am Arbeitsmarkt. „Wenn die Politik Zeitarbeit und Werkverträge wie geplant einschränkt, können Unternehmen kaum auf wirtschaftliche Veränderungen reagieren. Dann bleiben positive Beschäftigungseffekte aus“, mahnt IW-Direktor Michael Hüther. Eindringlich warnt das IW die politischen Entscheider zudem davor, für Flüchtlinge und Investitionen neue Schulden zu machen. „Diese Mehrkosten müssen aus den aktuellen Steuermehreinnahmen gestemmt werden und indem an anderer Stelle gespart wird. Das ist ohne Probleme möglich“, sagt Hüther.

Firmen etwas weniger zuversichtlich als im Frühjahr

Saldo aus positiven und negativen Erwartungen in Deutschland in Prozentpunkten

IW-Trends

IW-Forschungsgruppe Konjunktur: Moderate Schlagzahl im Fahrwasser der schwächeren Weltwirtschaft – IW-Konjunkturprognose Herbst 2015

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Pressekonferenz

Zu den gesamten Materialien

Ansprechpartner

10. Juli 2017

Philipp Deschermeier Achtung, demografischer WandelArrow

Wahr ist, dass es Deutschland derzeit so gut geht wie schon lange nicht mehr: Die Beschäftigung liegt auf Rekordniveau, die Arbeitslosigkeit ist auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung, die staatlichen Haushalte schreiben schwarze Zahlen und die Schulden sinken. Wahr ist aber auch: So wird es nicht bleiben. Die IW-Studie „Perspektive 2035“ zeigt, warum der demografische Wandel das Land vor große Herausforderungen stellt. mehr auf iwd.de

7. Juli 2017

Michael Grömling Arbeitskräftemangel bremst Wachstum aus Arrow

Wie wird sich die deutsche Wirtschaftsleistung im demografischen Wandel entwickeln? Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hat dies bis ins Jahr 2035 vorausberechnet. Demnach wird die Produktivität zwar weiter steigen, doch die sinkende Zahl der Erwerbstätigen dämpft das Wachstum spürbar. mehr auf iwd.de

Demografie
Pressemitteilung, 6. Juli 2017

Neue IW-Studie Wie Deutschland der Demografie trotzen kannArrow

Deutschland geht es derzeit wirtschaftlich gut. Doch der demografische Wandel stellt Politik, Wirtschaft und Gesellschaft vor eine ganze Reihe struktureller Herausforderungen. Wie verhindert werden kann, dass das Wirtschaftswachstum in den kommenden Jahrzehnten dennoch nicht einbricht, zeigt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer groß angelegten Studie. mehr