Bedrohtes Wachstum Image
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Mehr als 3.000 Unternehmen haben sich in den vergangenen Wochen an der IW-Konjunkturumfrage beteiligt, die so den unmittelbaren Blick auf die Situation der deutschen Wirtschaft ermöglicht. Demnach hat sich die Geschäftslage bei 46 Prozent der befragten Firmen verbessert; im Herbst lag dieser Anteil noch knapp 10 Prozentpunkte niedriger. Gleichzeitig reduzierte sich der Anteil der Firmen, die über schlechtere Geschäfte klagen, von 20 auf 14 Prozent. Mit Blick auf die Produktion im Jahr 2014 stehen die Zeichen derweil auf Wachstum: Im Herbst gingen noch gut 42 Prozent der Unternehmen von einem Produktionsanstieg aus, mittlerweile sind es 53 Prozent.

Diese positiven Ergebnisse sind allerdings mit Vorsicht zu genießen, warnt das IW Köln. Denn es schweben gleich zwei Damoklesschwerter über Deutschland:

  • In einigen wichtigen Schwellenländern reichen sich momentan politische und wirtschaftliche Unsicherheiten die Hand. Das gilt vor allem für die BRIC-Staaten, also Brasilien, Russland, Indien und China, von deren Investitionstätigkeit die hiesige Wirtschaft in den vergangenen Jahren enorm profitiert hat. Zudem ist die Staatsschuldenkrise trotz der Trendwende in vielen Ländern Europas noch nicht überstanden.
  • Die deutsche Wirtschaftspolitik gibt laut IW aktuell kein gutes Bild ab und könnte so die konjunkturelle Entwicklung gefährden. Denn weder der Schuldenabbau kommt spürbar voran, noch wurden entscheidende Fragen der Energiewende zufriedenstellend beantwortet. Darüber hinaus hat sich die Regierungskoalition zu sozialpolitischen Wohltaten hinreißen lassen, deren Finanzierung und Auswirkungen, vor allem auf den Arbeitsmarkt, noch immer ungeklärt sind. Entscheidende Reformen – etwa mit Blick auf die kalte Progression – blieben bislang hingegen aus.

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IW-Briefing
IW-Briefing, 2. Juni 2017

Tobias Hentze / Jochen Pimpertz Kein Raum für expansive SozialpolitikArrow

Auch wenn der Staatshaushalt 2017 und 2018 in der Summe Überschüsse erzielt, weisen die Haushalte der Renten- und Krankenversicherungen Defizite auf. Spielräume für eine expansive Sozialversicherungspolitik bestehen deshalb nicht. mehr

IW-Trends, 18. Mai 2017

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