IW-Konjunkturampel Image
Der Euroraum bildet derzeit ein stabiles Gegengewicht zur Weltwirtschaft, die mehr und mehr an Fahrt verliert. Foto: irabassi/iStock

Seitwärtsbewegung statt Auf- oder Abschwung: Für Deutschland steht die IW-Konjunkturampel bei der Mehrzahl der Indikatoren derzeit auf Gelb. Deutschland investiert zwar wieder mehr und die Auftragsbücher in der Produktion werden voller. Allerdings trägt der Konsum, zuletzt wichtige Stütze der deutschen Konjunktur, negativ zum Gesamtbild bei, weil das Konsumentenvertrauen sinkt – die Deutschen glauben, sich in Zukunft weniger leisten zu können.

Schon besser ist die Entwicklung in der Eurozone. Trotz Flüchtlingskrise, drohendem Brexit und einer schwächelnden Weltwirtschaft investieren und konsumieren die Europäer wieder mehr. Das wirkt sich positiv auf den Arbeitsmarkt aus: In den vergangenen drei Monaten fanden mehr Menschen einen neuen Job und die Arbeitslosenquote sank.

„Der Euroraum bildet derzeit ein stabiles Gegengewicht zur Weltwirtschaft, die mehr und mehr an Fahrt verliert“, sagt IW-Konjunkturexperte Michael Grömling. Dies zeige sich vor allem mit Blick auf China und die USA: Die vergangenen drei Monate zeugen von einem deutlichen Abschwung in den USA. Sichtbar wird dies an der Industrieproduktion, den Auftragseingängen und dem Einkaufsmanager-Index. Für alle drei Kennzahlen steht die IW-Konjunkturampel im März auf Rot. Auch die Exporte gingen zurück.

In China schaltet die Ampel seit Mitte des vergangenen Jahres in immer mehr Bereichen auf Gelb und Rot. Mit dem Einkaufsmanager-Index und dem Konsumentenvertrauen entwickeln sich hier zwei Indikatoren schlecht, die in der Regel die Entwicklung in den kommenden Monaten vorwegnehmen.

Zur detaillierten Übersicht

Ansprechpartner

„Verheerend für das Investitionsklima”
Interview, 15. April 2017

Michael Hüther auf Spiegel Online „Verheerend für das Investitionsklima”Arrow

Was kommt nach dem Türkei-Referendum? Diese Frage beschäftigt auch deutsche Investoren. IW-Direktor Michael Hüther befürchtet nachhaltige Schäden für alle Beteiligten, wie er im Interview mit Spiegel Online erklärt. mehr

13. April 2017

Frankreich Viel Arbeit für den WahlsiegerArrow

Wen auch immer die Franzosen Anfang Mai zu ihrem neuen Staatsoberhaupt küren – er oder sie steht in jedem Fall vor großen wirtschaftspolitischen Herausforderungen. Vor allem in den Bereichen Arbeitsmarkt und öffentliche Finanzen sind weitere Reformen nötig. mehr auf iwd.de