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Deutschland geht es konjunkturell besser. Quelle: SC-Photo Fotolia

Deutschland geht es konjunkturell besser. Insbesondere die Nachfrage hat sich im Frühjahr sehr positiv entwickelt: Der private Konsum, die Investitionsnachfrage sowie die Exporte sind im zweiten Quartal 2015 im Vergleich zu den drei Vormonaten gestiegen. An der bereits sehr guten Arbeitsmarktsituation hat sich indes kaum etwas geändert.

Auf einen Blick lassen sich diese Ergebnisse in der neuen IW-Konjunkturampel ablesen: Insgesamt zehn Indikatoren zeigen, wie sich Produktion, Beschäftigung und Nachfrage verändert haben. Doch anstatt die Daten zu einem Gesamtindikator einzuschmelzen, zeigt die Konjunkturampel die jüngsten Entwicklungen mittels intuitivem Farbschema: Rot bedeutet schlechter, Grün besser und bei Gelb hat sich wenig bewegt. Für die Übersicht nutzen die IW-Wissenschaftler neben Ist-Größen wie Konsum-Kennzahlen oder der Arbeitslosenquote Umfrageergebnisse, beispielsweise zum Vertrauen der Konsumenten und zu den Erwartungen der Einkaufsmanager.

Darüber hinaus bietet die Konjunkturampel nicht nur eine Übersicht für Deutschland, sondern auch die Möglichkeit des internationalen Vergleichs auf einen Blick: Die Ampel bewertet den Euroraum, die USA und China. Hierbei zeigt sie beispielsweise, dass die amerikanische Wirtschaft im Frühling 2015 keinen weiteren Schritt nach vorn machte und die Exporte sogar zurückgingen. Die Indikatoren für China zeichnen indes ein positives Bild – Industrieproduktion, Beschäftigung und Konsum haben sich verbessert.

IW-Trends

Jan Cholewa / Henry Goecke / Michael Grömling: IW-Konjunkturampel – Konzept, Daten und Evaluation

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IW-Briefing
IW-Briefing, 2. Juni 2017

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Auch wenn der Staatshaushalt 2017 und 2018 in der Summe Überschüsse erzielt, weisen die Haushalte der Renten- und Krankenversicherungen Defizite auf. Spielräume für eine expansive Sozialversicherungspolitik bestehen deshalb nicht. mehr

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Mit dem Stabilitätsgesetz von 1967 vollzog Deutschland einen radikalen Kurswechsel: Der Staat strebte nun eine aktive Konjunktur- und Wachstumspolitik an. Der iwd hat zwei Experten gefragt, was sie heute von diesem Kurswechsel halten: Peter Bofinger, Mitglied des Sachverständigenrats (SVR) und Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Würzburg, sowie Michael Grömling, Leiter der Forschungsgruppe Konjunktur im IW Köln. mehr auf iwd.de