Industrielle Arbeitskosten Image
Quelle: Fotolia

Die skandinavischen Staaten Norwegen, Schweden und Dänemark rangieren ebenso vor Deutschland wie die Nachbarländer Schweiz, Belgien und Frankreich. In ganz anderen Dimensionen bewegen sich die Arbeitskosten dagegen in aufstrebenden Ländern wie Brasilien und Russland. Chinesische Industriebetriebe beispielsweise zahlen pro Stunde nur etwas mehr als 3 Euro.

Die industriellen Arbeitskosten sind eine wichtige Größe für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands, denn vor allem das Verarbeitende Gewerbe ist dem internationalen Konkurrenzkampf ausgesetzt. Die deutschen Exporte bestehen zu 86 Prozent aus Industriegütern. Die Arbeitskosten lagen in diesem Bereich schon immer auf einem hohen Niveau. Doch im vergangenen Jahrzehnt war der heimische Kostendruck deutlich niedriger als im Ausland. Seit dem Jahr 2000 stiegen die Arbeitskosten deshalb nur um etwa 2 Prozent pro Jahr und damit deutlich langsamer als in allen anderen Ländern außer Japan und der Schweiz.

Dieses Bild hat sich nun gedreht: Im Jahr 2011 legten die deutschen Arbeitskosten erstmals seit der Jahrtausendwende deutlich stärker zu als die Konkurrenz. Die gute Konjunktur und der Fachkräftemangel bescherten den Arbeitnehmern hierzulande ordentliche Lohnerhöhungen.

Christoph Schröder
Industrielle Arbeitskosten im internationalen Vergleich
IW-Trends 3/2012

Ansprechpartner

Industriemetallpreis-Index
Gastbeitrag, 15. August 2017

Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Eisenerz und Euro prägen Anstieg der MetallpreiseArrow

Im Juli haben die Preise für die wichtigsten Importmetalle der deutschen Industrie wieder leicht zugelegt, nachdem sie zuvor vier Monate in Folge gesunken waren, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung. Ohne die starke Aufwertung des Euro in Relation zum Dollar wäre der Anstieg allerdings noch viel deutlicher ausgefallen. mehr

IW-Trends, 25. Juli 2017

Berthold Busch Produktions- und Lieferverflechtungen zwischen britischen Branchen, der EU und DeutschlandArrow

Geht es nach der britischen Regierung, wird das Vereinigte Königreich mit dem Austritt aus der Europäischen Union auch den Binnenmarkt und die Zollunion verlassen. Das bedeutet, dass der Warenhandel zwischen beiden Wirtschaftsräumen künftig durch nicht-tarifäre Handelshemmnisse, im schlimmsten Fall sogar durch Zölle behindert wird. Dies hat möglicherweise nicht nur Mehrkosten für den Endverbraucher zur Folge. mehr

Industriemetallpreis-Index
Gastbeitrag, 12. Juli 2017

Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Metallpreise weiterhin auf TalfahrtArrow

Ohne klare Tendenz haben die internationalen Metallmärkte den Monat Juni abgeschlossen, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung. Unter dem Strich stand eine leichte Kostenentlastung, die aber praktisch vollständig auf den Euro-Dollar-Wechselkurs zurückzuführen ist. mehr