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Auf ihrem Weg in die deutsche Gesellschaft brauchen Flüchtlinge Unterstützung. Viele Unternehmen übernehmen Verantwortung und helfen aktiv. Foto: Stockfotoart/iStock

Jede zweite der befragten Firmen arbeitet daran, Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu integrieren, wie die IW-Studie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung zeigt. Rund 62 Prozent der Betriebe, die sich engagieren, bieten Flüchtlingen Praktikumsplätze an, gut die Hälfte richtet zusätzliche Ausbildungs- oder Arbeitsplätze ein. „Damit schaffen die Unternehmen eine Perspektive für viele Flüchtlinge und erleichtern die Integration in Deutschland. Schließlich ist Arbeit dafür ganz entscheidend“, sagt IW-Ökonomin Theresa Eyerund.

Das hat auch Vorteile für die deutschen Firmen: Durch die Integration der Flüchtlinge erhoffen sich die Unternehmen, die interkulturelle Kompetenz ihrer Mitarbeiter weiter auszubauen und besonders motivierte Mitarbeiter rekrutieren zu können. Rund ein Drittel aller Unternehmen erwartet, durch die erfolgreiche Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt den Fachkräftemangel abschwächen zu können.

Auf die Familienplanung ihrer Mitarbeiter nehmen die Konzerne ebenfalls Rücksicht, wie eine Befragung der IW Consult, einer Tochter des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, unter 446 Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern zeigt: 82 Prozent bieten flexible Arbeitszeiten an. Zudem ermöglichen viele Firmen (43 Prozent) Arbeit aus dem Homeoffice, damit Arbeitnehmer Beruf und Kinder besser unter einen Hut bringen können. Betriebliche Kinderbetreuung gibt es in jedem fünften Unternehmen. „Die Maßnahmen helfen, Fachkräfte im Arbeitsmarkt zu halten“, sagt Eyerund. Weniger verbreitet ist dagegen die freiwillige finanzielle Unterstützung der Familiengründung, zum Beispiel durch einen Elternbonus. Nur 8 Prozent der Firmen bieten dies an.

Gutachten für die Bertelsmann Stiftung

Dominik Enste / Theresa Eyerund / Regina Schneider / Edgar Schmitz / Sebastian van Baal: Die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen angesichts neuer Herausforderungen und Megatrends

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Executive Summary

Dominik Enste / Theresa Eyerund / Regina Schneider / Edgar Schmitz / Sebastian van Baal: Die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen angesichts neuer Herausforderungen und Megatrends

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Ansprechpartner

IW policy paper, 3. November 2017

Wido Geis Labour market potentials of the freedom of movement for workersArrow

The freedom of movement for workers is one of the core principles of the European Union and most Europeans have positive attitude towards it. 75 percent regard it as a good and only 9 percent as a bad thing. Nevertheless, the number of persons moving from one EU member country to another is still small. mehr

Regionale Potenziale nutzen
Pressemitteilung, 2. November 2017

Hanno Kempermann / Agnes Millack Regionale Potenziale nutzenArrow

Die deutschen Großstädte boomen, die ländlichen Gegenden veröden. Zwar haben viele Regionen Entwicklungspotenzial, aber sie nutzen ihre Chancen bislang zu wenig, zeigt der Regionale Chancen Monitor (RCM) der IW Consult, einem Tochterunternehmen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). mehr