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Im März 2014 gab es der Untersuchung zufolge 63 Engpassberufe. Das sind Jobs, in denen die Zahl der Arbeitslosen nicht ausreicht, alle Stellen zu besetzen. In 49 dieser Berufe, für die eine abgeschlossene Berufsausbildung notwendig ist, werden die jungen Menschen dual, also gleichzeitig in Firmen und Berufsschulen, ausgebildet. Seit dem Ausbildungsjahr 2008/2009 haben die Unternehmen die Zahl der Ausbildungsplätze in diesen Berufen laut IW-Studie um rund 22.000 bzw. 16 Prozent erhöht. Dieses Plus zeigt sich vor allem im zahnmedizinischen Bereich (+3.113 Stellen), der Sanitär-, Heizungs-, Klimatechnik (+2.942) und der Kfz-Technik (+2.877).

Auch die Jugendlichen selbst ziehen verstärkt Konsequenzen aus den Engpasssignalen des Arbeitsmarktes – allerdings verhaltener als die Unternehmen: In 32 von 49 Engpassberufen haben sich inzwischen die Bewerberzahlen erhöht. Oftmals reicht dieser Anstieg jedoch nicht aus, um alle Stellen tatsächlich zu besetzen. Beispielsweise kamen in der Hörgeräteakustik und der Bauelektrik auf 100 Ausbildungsplätze lediglich 30 bzw. 72 Bewerber.

Die Studie spricht sich deshalb für eine intensive Beratung in Sachen Berufsorientierung aus. So könnten Jugendliche besser in die Lage versetzt werden, die Arbeitsmarktchancen von Ausbildungsberufen zu beurteilen. Mit zusätzlichem Knowhow dürfte sich ein Teil der Jugendlichen eher für Berufe mit einem Fachkräfteengpass entscheiden und der Bewerberüberschuss in einigen Modeberufen könnte abnehmen.

Gutachten für das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Sebastian Bußmann / Regina Flake / Susanne Seyda: Fachkräfteengpässe in Unternehmen – Unternehmen steigern Ausbildungsangebote in Engpassberufen

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Veranstaltung, 11. Mai 2017

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MINT-Frühjahrsreport 2017
Gutachten, 10. Mai 2017

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Die Erwerbstätigkeit von MINT-Akademikern ist von 2011 - 2014 um 10,6 Prozent gestiegen. Diese Entwicklung wurde von Zuwanderung, einem höheren Frauenanteil und mehr Älteren begünstigt. Weniger günstig entwickelte sich die Erwerbstätigkeit von beruflich qualifizierten MINT-Fachkräften. mehr

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Wer naturwissenschaftlich oder technisch ausgebildet ist, hat in Deutschland wesentlich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt als Menschen mit anderen Qualifikationen. Das gilt auch für Zuwanderer. mehr auf iwd.de